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Räumen wir direkt zum Einstieg mit einem Vorurteil auf. Nein, Aquafitness ist nicht nur etwas für Ältere oder Menschen, die sich aufgrund von Beschwerden nicht richtig bewegen können. Es hat auch nicht nur etwas mit dem aus den Cluburlauben bekannten Beschäftigungsspielen im Pool zu tun. Ganz im Gegenteil. Die Bandbreite an Kursangeboten ist beeindruckend und richtet sich sowohl an Einsteiger als auch an leistungsorientierte Sportler. Die Kurse haben Namen wie: Aqua Latin Power, Aqua Cycling, Aqua-Jogging, oder Powerboxing.

Von Orthopäden empfohlen

Natürlich eignet sich die bewegungsintensive Art Sport zu treiben aufgrund ihrer gelenkschonenden Art auch für den Aufbau des Bewegungsapparates nach einer Verletzung, oder für Schwangere. Deshalb wird die Bewegung im Wasser auch oft von Orthopäden empfohlen. „Durch den über Hilfsmittel wie Hanteln, Gürtel oder Schwimmnudel variierbaren Widerstand, ist ein hoch effektives Muskeltraining bei nur minimaler mechanischer Belastung des Bewegungsapparates, insbesondere der Gelenkstrukturen möglich“, erklärt Dr. Stefan Graf, Experte für Ausdauersport. „Durch den Auftrieb des Wassers ist Aquafitness für alle Körperbautypen von dürr bis kräftig geeignet“, so Dr. Graf weiter.

Wasser formt einen schönen Körper

Doch der Fitnesstrend verspricht noch weitere Vorteile. Durch den Wasserwiderstand müssen die Muskeln die ganze Zeit gegen Druck arbeiten. Das fördert nicht nur den Muskelaufbau, sondern erhöht auch den Kalorienverbrauch. Spezielle „Arbeitsmittel“ (z. B. Poolsticks) verstärken den Effekt sogar, da Arme und Beine zusätzlich Auftrieb bekommen. Je nach körperlicher Konstitution beträgt der Verbrauch pro 45 Minuten Aquafitness-Übungen zwischen 300 und 500 Kalorien.

Workout für den ganzen Körper

Trainiert wird übrigens der gesamte Körper. Anders als bei vielen Sportarten „an Land“ schont das „Wassertraining“ Gelenke und Bänder und entlastet die Wirbelsäule. Der Grund: Im Wasser sind nur zehn Prozent des Körpergewichts spürbar. Zudem bringt Aquafitness das Herz-Kreislauf-System in Schwung und verbessert die Koordinationsfähigkeit. Die Massagewirkung des Wassers hat außerdem eine positive Wirkung auf Haut und Bindegewebe. Durch den Wasserdruck wird die Haut permanent massiert, das fördert die Gewebedurchblutung. Auch das Gefäßsystem kann vom Wasserdruck profitieren: Der Rückfluss des Bluts in den Venen kann verbessert werden – das wiederum kann bei Besenreisern und Krampfadern helfen. Es gibt also sehr viele Gründe, warum sich der Sprung ins Wasserbecken lohnt.
Einen Benefit möchte ich Euch auf keinen Fall verschweigen: Im Rahmen der sogenannten Prävention nach § 20 des Sozialgesetzbuches, erfüllen bestimmte Aquafitnesskurse die Qualitätskriterien, um finanziell von Krankenkassen unterstützt zu werden. Fragt also mal bei Eurer Krankenkasse nach. Na, wenn das mal kein Anreiz ist?

Tipps für den Einstieg:

  • In Schwimmhallen und vielen Fitnessstudios mit eigenem Schwimmbecken wird diese Sportart angeboten. Hole dir am besten zunächst einmal Infos über die Art der Kurse und die Preise.
  • Günstiger Einstieg: Die Ausrüstung beschränkt sich auf Badeanzug oder Badehose.
  • Flachwasserkurse lassen auch Nichtschwimmer teilhaben, mögliche Ängste vor dem Wasser lassen sich so abbauen.
  • Auch Menschen mit entzündlichen Beschwerden können Aquafitness betreiben, allerdings je nach Krankheitsbild erst nach einer schmerzlindernden Vorbehandlung und nach vorheriger Absprache mit ihre Arzt.

 

 

Ralf Kerkeling (47) ist freiberuflicher Sport-Journalist und Buchautor. Während einer mehrjährigen Tätigkeit beim TV entdeckte er das Schreiben für sich und wechselte schließlich die berufliche Richtung. Er schreibt für diverse Sportmagazine. Mit den Büchern „Running Wild“ und „Passion Laufen“ konnte er sich als Autor erfolgreich ausprobieren. Er ist zudem Mitbetreiber des Sport- und Reiseblogs Hasumsi – Writers Runway.

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