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Titelbild des Orthomol Blogs

Ich war kürzlich bei meiner Augenärztin. Reine Routine – als stark Kurzsichtiger sollte man alle zwei Jahre seine Augen kontrollieren lassen. Mit Augentropfen wurden meine Pupillen erweitert, anschließend durchleuchtete die Ärztin mein Auge mit dem Untersuchungsgerät.

Ich wusste bereits, was sie in meinem Augapfel entdecken würde: Fliegende Mücken. Klingt irgendwie fies, ist aber einfach nur eine Bezeichnung für Glaskörpertrübungen. Diese machen sich als kleine schwarze Flecken oder fadenartige Strukturen im Gesichtsfeld bemerkbar, die sich huschend (wie Mücken) mit der Blickrichtung verschieben. Eine harmlose Erscheinung, die ich, wie viele Kurzsichtige, schon lange kenne. Die Sehfähigkeit wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Im weiteren Verlauf der Untersuchung machte die Ärztin noch eine Entdeckung in meinem Auge: „Ich sehe ein paar Pflastersteine.“ Ich glaubte, mich verhört zu haben. Ich konnte mir nicht erklären, wie Pflastersteine in mein Auge geraten sein sollten, und dass ich davon gar nichts spürte! Auf meine verblüffte Reaktion hin erklärte mir Frau Doktor, um was es sich handelt: Pflastersteine nennt man bestimmte Veränderungen auf der Netzhaut. Die Bezeichnung bezieht sich auf die Form der Flecken. Sie kommen ebenfalls häufig bei Kurzsichtigen vor und sind meist harmlos.

Das sind schon recht kuriose Befunde, die mir da bescheinigt wurden. Aber auch an anderen Stellen wird mitunter seltsam Klingendes diagnostiziert:

Hühneraugen sind nicht nur als Sinnesorgan beim Federvieh anzutreffen, sondern zum Beispiel auch auf Füßen von Menschen, die viel laufen und / oder zu enge Schuhe tragen. Gemeint sind Hornschwielen, die durch dauerhafte Druckbelastung auf der Haut entstehen.

Das Gerstenkorn wird gerne in Massen an Vieh verfüttert oder in der Brauerei zur Herstellung von Bier verwendet. Aber auch eine eitrige Entzündung am Augenlid wird so genannt. Sie äußert sich häufig in einer kornförmigen Schwellung.

Während Fliegende Mücken, Pflastersteine, Hühneraugen und Gerstenkörner die Symptome bildlich beschreiben und der medizinischen Bezeichnung Sinn verleihen, sind andere Diagnosen etwas verschlüsselt. Da gibt es zum Beispiel Gerd. Der ist ein unangenehmer Geselle, denn Gerd ist die Abkürzung für „gastroesophageal reflux disease“ und bedeutet schlicht Sodbrennen.

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