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Etwa 4,5 Millionen Menschen spielen in Deutschland Badminton. Diese Zahl fand ich bei der Recherche zu diesem Blogartikel überraschend hoch. Hört man sich jedoch genauer um und beschäftigt sich weitergehend mit diesem Sport, wird diese hohe Zahl der Aktiven verständlicher. Badminton ist zunächst einmal sehr einfach zu erlernen. Schon als kleines Kind habe ich, wie so viele andere auch, draußen Federball gespielt. Nun wird der geneigte Badmintonspieler beim Wort „Federball“ etwas pikiert sein, da es sich hier um die etwas weniger sportliche Variante handelt. Genau genommen geht es beim Federball darum, den Spielball möglichst lange in der Luft zu halten, beim Badminton hingegen soll der Gegner den Ball möglichst nicht bekommen. Es zeigt aber, dass selbst die Kleinsten diesen Sport bereits ausüben können. Später kam bei mir im Schulsport das richtige Badminton hinzu, an der Sporthochschule konnte ich meine Fähigkeiten noch weiter vertiefen. Hier ging’s dann schon richtig zur Sache. Schnelle Ballwechsel, viele kurze Sprints, vor und zurück. Das Spiel ist facettenreich und bringt den Puls so richtig in Fahrt. Das zunächst sehr klein wirkende Feld, scheint in Momenten, in denen der besagte Puls beginnt, Achterbahn zu fahren, auf einmal riesig. Der gesamte Organismus ist gefordert.

Gemeinsam stark

Hat man einen Partner in seiner Spielstärke gefunden, macht das Spiel gleich noch mehr Spaß. Auch als Doppel lässt sich Badminton wunderbar mit Freunden spielen. Auf diese Art schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Sport und Zeit mit Freunden. Von meiner Warte aus, würde ich einfach dazu raten, diese Sportart einmal auszuprobieren, ganz egal, wie fit du bist. Die Ausnahme sind Menschen mit Gelenkbeschwerden. „Für Menschen mit bereits Arthrose-geschädigten Gelenken ist Badminton nicht die geeignetste Sportart“, erklärt Ausdauerexperte Dr. Stefan Graf. Bist du ein Sportneuling, dann wäre ein sanfter Einstieg zu empfehlen. Nicht gleich erwarten, dass alle Schläge sofort sitzen, aber der Fortschritt kommt bei regelmäßigen Training schnell hinzu, die Schläge werden sicherer, die Ballwechsel länger und die Kondition besser. „Der generell vom individuellen Körpergewicht abhängige Energieverbrauch wird beim Badminton maßgeblich vom Spieltempo und der Ballwechseldauer bestimmt. Bei hoher Spielintensität reicht er – im Einzel – an den von Fußball oder Laufen mit mittleren Tempo heran, im Schnitt entspricht das 450 und 700 Kilokalorien pro Stunde“, erklärt Dr. Graf. Zudem fördert Badminton die Koordinations- und Konzentrationsfähigkeit. Also ich denke, dass sind ganz schön viele schlagkräftige Argumente für einen Sport. Es lohnt sich, das Ganze selber auszuprobieren und Badminton ist mein wetterunabhängiger Fitnesstipp für den Winter.

Tipps für den Einstieg:

  • Verabrede dich mit einem Freund/einer Freundin und probiert es einfach mal aus, Schläger und Bälle können vor Ort in einer Badmintonhalle gemietet werden.
  • Vor jedem Spiel warm machen.
  • Suche dir zunächst gleichstarke Gegner. Das macht einfach mehr Spaß.
  • Solltest du viel Spielen, empfiehlt sich ein zusätzliches Rumpf- und Lauftraining, um den Körper auf Vordermann zu bringen.

 

Ralf Kerkeling (47) ist freiberuflicher Sport-Journalist und Buchautor. Während einer mehrjährigen Tätigkeit beim TV entdeckte er das Schreiben für sich und wechselte schließlich die berufliche Richtung. Er schreibt für diverse Sportmagazine. Mit den Büchern „Running Wild“ und „Passion Laufen“ konnte er sich als Autor erfolgreich ausprobieren. Er ist zudem Mitbetreiber des Sport- und Reiseblogs Hasumsi – Writers Runway.

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