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Titelbild des Orthomol Blogs

Ballaststoffe nennt man Nahrungsbestandteile, die unser Körper nicht nutzen kann – entweder fehlen uns die Enzyme, um sie zu zerlegen, oder Transportproteine, um sie im Darm in den Blutkreislauf aufzunehmen. Sie sind also unverdaulich und liefern keine Energie. Weil sie trotzdem den Magen füllen und satt machen, helfen sie, das Gewicht zu halten. Früher hielt man Nahrungsbestandteile ohne Nährwert tatsächlich für nutzlosen Ballast, daher rührt noch der Name. Heute weiß man: Ballaststoffe belasten nicht etwa den Verdauungstrakt – sie werden dort dringend gebraucht. Wasserlösliche Ballaststoffe können sehr viel Wasser binden und machen den Darminhalt dadurch schwerer und weicher. Das funktioniert allerdings nur, wenn ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung steht – wer nicht genug trinkt, kann mit ballaststoffreichen Lebensmitteln sogar Verstopfung provozieren. Wer also besondere Ballaststoff-Pakete wie Trockenpflaumen oder Leinsamen isst, um die Verdauung anzuregen, muss reichlich trinken! Eine andere Sorte Ballaststoffe fördert das Wachstum der „guten“ Darmbakterien und hilft damit ebenfalls der Verdauung auf die Sprünge.

Ein harter Brocken: Cellulose ist schwer verdaulich

Ein in pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Gemüse und Obst besonders häufig vorkommender Ballaststoff ist die Cellulose. Deren Fasern geben den pflanzlichen Zellwänden ihre Stabilität. Tiere können sie gar nicht verdauen. Wiederkäuer wie Kühe, Schafe und Pferde haben ein System entwickelt, cellulosereiches Futter wie Gras und Baumschnitt trotzdem zu verwerten: Besondere Bakterien in ihrem speziell angepassten Verdauungssystem setzen den Ballaststoff zu Fettsäuren um. Wir Menschen können das viel schlechter – aber auch in unserem Dickdarm siedeln Bakterien, welche Cellulosefasern aufspalten können.

Futter für die Darmbakterien

Ein „Leckerbissen“ für nützliche Darmbakterien ist das Inulin – ein Ballaststoff, der beispielsweise in Chicorée reichlich vorkommt. Inulin wird auch als Prebiotikum bezeichnet, denn es unterstützt die guten Darmbakterien (Probiotika) bei der Arbeit: Einige Darmbakterien bilden daraus Säuren, welche das Wachstum von Krankheitserregern hemmen, die Darmzellen mit Energie versorgen und indirekt die Aufnahme von Nährstoffen verbessern.

Mehr Ballaststoffe essen!

Durchschnittlich essen wir zu wenig „nützlichen Pflanzenballast“ – keine 20 g/Tag schafft der Durchschnittsdeutsche, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt mindestens 30 g täglich. Dabei ist es ziemlich leicht, mehr Ballaststoffe zu essen: Besonders gute Lieferanten sind neben Vollkornprodukten viele Gemüsesorten (vor allem Kohlsorten) und Obst. Ballaststoffreich sind aber auch Hülsenfrüchte: Ein leckerer Linsen-, Erbsen- oder Bohneneintopf ist eine hervorragende Ballaststoffquelle. Tierische Lebensmittel wie Fleisch und Fisch tragen dagegen gar nicht zur Ballaststoffbilanz bei. Wer sich mittags nicht zur Vollkornschnitte durchringen konnte, muss übrigens nicht gleich die Flinte ins Korn werfen: 100 g Popcorn vor dem Fernseher liefern immerhin 10 g Ballaststoffe!

Beispiel: Ballaststoff-Schwergewichte:

1 Scheibe Vollkornbrot: 8,1 g
1 Portion Müsli mit Nüssen: 6,6 g
1 EL Leinsamen: 3,9 g
1 mittelgroße Möhre: 2,5 g
1 Apfel mit Schale: 2,5 g
1 mittelgroße Salzkartoffel: 1,2 g
1 Portion Vollkornreis: 1,1 g

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