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Titelbild des Orthomol Blogs

Zeichnet man im Schlaflabor die Hinströme schlafender Menschen auf, erhält man kein so friedliches Bild, wie mancher vielleicht erwarten würde. Während unterschiedlicher Schlafphasen läuft das Gehirn auf Hochtouren. In letzter Zeit sind vor allem die sogenannten Schlafspindeln ins Blickfeld der Forschung gerückt – sie scheinen Einfluss auf unsere Gedächtnisleistung, vielleicht sogar die Intelligenz zu haben.

Im Märchen ist es eine Spindel, die Dornröschen in den 100-jährigen Schlaf sticht. Die jetzt erforschten Schlafspindeln heißen allerdings nur wegen ihrer – an eine Spindel erinnernde – Form so. Es handelt sich um bestimmte Muster in den Aufzeichnungen der Hinströme Schlafender. Sie bilden die Aktivität von Nervenzellen im Thalamus ab. Der Thalamus ist ein Teil des Gehirns, der im Wachzustand Informationen von den Sinnesorganen an die Großhirnrinde weitergibt. Im Schlaf dagegen schirmt er uns sogar vor den Eindrücken aus der Außenwelt ab. Tatsächlich konnten die Wissenschaftler messen, dass die Schlafenden während der Entstehung von Schlafspindeln besonders schwer zu wecken sind und beispielsweise Außengeräusche nicht wahrnehmen.

Kein Lernen ohne Spindeln

Um Gedächtnisinhalte dauerhaft zu speichern, scheinen die Schlafspindeln unverzichtbar zu sein: Gelerntes bleibt nur gespeichert, wenn Schlafspindeln auftauchen. Nach intensiven Lerneinheiten erhöht sich die Zahl der Spindeln in der folgenden Nacht, und Menschen, die besonders viele und „starke“ Spindeln in ihrem Schlafmuster haben, sind merkfähiger und schneiden in Intelligenztests besser ab.

Die Schlafspindeln sind nur eines von vielen Geheimnissen, denen die Schlafforscher im Zusammenhang mit unserer nächtlichen Auszeit auf der Spur sind. Die Hoffnung dabei ist aber immer die gleiche: erholsamer, gesunder Schlaf für jeden.

Photo by Elnur, © Adobe Stock

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