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Titelbild des Orthomol Blogs

Radfahren verlernt man nicht. Mit diesem Satz im Ohr bin ich vor ein paar Wochen losgezogen, um mir ein neues Fahrrad zu kaufen. Mein altes Mountainbike war etwas in die Jahre gekommen. Ein zu schwerer Rahmen, die Gangschaltung hatte es ebenfalls hinter sich. In der Folge hatten mein Rad und ich in den letzten zwei Jahren wenig gemeinsame Ausfahrten. Dies weckte den Gedanken an ein neues, leichtes und sportliches Bike. Meine Idee: Ich kaufe mir ein Rad, mit dem ich sowohl ein wenig Trail fahren, es aber auch auf der Straße nutzen kann. Weitere Kaufgründe: geplante Radausflüge mit meinen beiden Kindern und mein Sportprogramm um eine neue Aktivität erweitern. Vor dem geistigen Auge sah ich mich also schon mit dem neuen Rad durch die Wälder rund um Köln fahren…

Angekommen in einem großen Fachgeschäft stand ich jedoch zunächst vor einer ganz anderen Herausforderung. Seit meinem letzten Radkauf hat sich die Anzahl der unterschiedlich Radkategorien mehr als verdoppelt. Dem Radinteressierten bietet sich folgende Auswahl: Citybike, Tourenbike, Crossbike, Fitnessbike, Rennrad, Mountainbike … – jegliche Kategorie wird auch noch durch ein Angebot als E-Bike ergänzt. Wie soll man sich da entscheiden? Meine Empfehlung: Ein guter Fachverkäufer erleichtert die Auswahl enorm. In meinem Fall wurde es schließlich ein Crossbike. Ich kann es nun auf leichten Trails und auf der Straße nutzen. Herrlich, genau die richtige Entscheidung.

Gelenkschonend und effektiv

Doch uns geht es in diesem Blog nicht darum, Kaufempfehlungen für Fahrräder zu geben, sondern Sie, werte Blogleser, für das Aktivsein zu begeistern. Rauf aufs Rad und los – so einfach ist das. Kaum ein Einstieg in die körperliche Bewegung wird einem so einfach gemacht. Ob als Einkaufsfahrer oder Rennradsportler, der Organismus wird auf Touren gebracht. Der Körper wird es Ihnen danken. Eine Voraussetzung gibt es jedoch für diese Sportart: Das Sportgerät, also ein Fahrrad, muss vorhanden sein – logisch. Dies scheint jedoch bei den meisten Deutschen der Fall zu sein. Laut „statista.de“ gibt es in Deutschland rund 73 Millionen Fahrräder, 49 % aller Fahrradbesitzer nutzen ihr Zweirad mindestens einmal in der Woche. Diese Zahlen belegen: Das Fahrrad ist beliebt.

Die positiven gesundheitlichen „Nebenwirkungen“ lassen sich ebenfalls sehen. „Radfahren ist neben Schwimmen die Sportart mit der geringsten Gelenkbelastung. Selbst mit vorgeschädigten Knie- oder Fußgelenken lässt sich durch Wahl eines niedrigen Ganges und Erhöhung der Trittfrequenz effektiv die Ausdauer trainieren“, erklärt Ausdauerexperte und Fachjournalist Dr. Stefan Graf. „Durch Variation von Trittfrequenz und Widerstand lassen sich Ausdauer und Kraft trainieren. Schnelles Treten in niedrigen Gängen steigert die Ausdauer. Hohe Gänge oder Bergauffahren fördern den Muskelaufbau“, so Dr. Graf. Auch für ältere Menschen dient das Zweirad dank des E-Bike-Booms wieder vermehrt als Trainingsgerät. Von klein bis groß, ob alleine oder in der Gemeinschaft, Radfahren ist facettenreich.

Auf ein paar Dinge sollte man jedoch beim Kauf und der späteren Ausübung Wert legen, sagt Experte Dr. Graf: „Ein geeigneter Sattel und passende Einstellung von Sitzposition und Lenkerhöhe sind empfehlenswert. Anderenfalls drohen vor allem Rücken-, Gesäß- und Handgelenksprobleme.“ Zudem solle man regelmäßig auch mobilisierende und dynamische Kräftigungsübungen für Arme und Oberkörper machen, da Oberkörper-, Rücken- und Armmuskulatur vorwiegend Haltearbeit leisten. Ein paar Übungen mit Therabändern oder dem eigenen Körpergewicht sind schnell und ohne viel Aufwand absolviert.

Und wie sieht es mit den Kalorien aus? Ja, auch diese werden natürlich verbrannt. Wie viele, hängt letztlich von der Intensität ab, mit der ein Drahtesel genutzt wird. Bei normaler Aktivität verbrennt ein Mann mit 80 Kilogramm Körpergewicht und einer Größe von 1,80 innerhalb von 60 Minuten Radfahren rund 600 kcal. Etwas weniger als beim Laufen also. Dafür ist die Überwindung des inneren Schweinehundes jedoch geringer. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Sommer und viele aktive Stunden auf dem Fahrrad!

Tipps für den Einstieg:

  • Lassen Sie sich vom Arzt durchchecken.
  • Langsam starten: Lernen Sie zunächst ihr neues Trainingsgerät kennen. Kleine Ausfahrten auf verkehrsarmen Routen bieten sich zu Beginn an. 
  • Nicht zu schnell fahren: Gerade Anfänger neigen dazu, das neue Bike auszureizen. Die Sturzgefahr ist hoch, ein Helm ist Pflicht.
  • Dem Körper Zeit geben: Muskeln und Kondition müssen aufgebaut werden. Das geht nicht von heute auf morgen, also langsam beginnen und dann die Umfänge steigern.
  • Auf die Verkehrssicherheit des Bikes achten. Dazu gehören neben intakten Bremsen z.B. auch die richtigen Lichter für vorne und hinten.

Ralf Kerkeling

Ralf Kerkeling (46) ist freiberuflicher Sport-Journalist und Buchautor. Während einer mehrjährigen Tätigkeit beim TV entdeckte er das Schreiben für sich und wechselte schließlich die berufliche Richtung. Er gründete 2011 die PDF-Tageszeitung „news to go“ und schreibt für diverse Sportmagazine. Mit der Läuferbiografie „Running Wild“ konnte er sich als Autor erfolgreich ausprobieren.

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