Kommentare Suche Plus Facebook Facebook Youtube Instagram Youtube Instagram Schließen
Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden. Darüber hinaus setzten wir weitere Verfahren ein, um auf pseudonymisierter Basis Nutzeraktivitäten analysieren zu können. Einzelheiten hierzu und zu den Möglichkeiten eine solche Nutzung einzuschränken, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Handball ist eine recht junge Sportart. Das erste „echte“ Handballspiel wird dem Jahr 1917 zugeschrieben, als der Berliner Max Heiser dem Spiel seinen Namen gab. Der gute Mann war Oberturnwart und entwickelte das Spiel eigentlich in erster Linie für Frauen, damit diese sich körperlich auspowern konnten. Handball, oder Torball, wie es zu diesem Zeitpunkt noch hieß, war in dieser Zeit etwas zarter ausgelegt – Körperkontakt nahezu verboten. Doch die nächsten Entwicklungsschritte ließen nicht lange auf sich warten. Durch einfache Regelanpassungen wurde es rasanter: Das Spielfeld wurde verkleinert, der Körper durfte eingesetzt und der Ball auf den Boden geprellt werden. Nun war es auch für die Herren interessanter. Los ging’s und die Sportart eroberte die Hallen der Republik. Hier die Hardfacts: Seither treten je sieben Spieler pro Team (ein Torwart, sechs Feldspieler) gegeneinander an. Das Ziel ist es, mehr Tore als der Gegner zu werfen, die Spielzeit beträgt zweimal 30 Minuten. Einfach und gut.

Vielfältiges Workout

Handball ist intensiv und fordert den gesamten Organismus. Genau das Richtige, um sich komplett auszupowern. Durch die schnellen Wechsel zwischen Angriff und Verteidigung sind die Spieler ständig gefordert. Dies verlangt neben einer hohen Koordinationsfähigkeit und einer guten Ausdauer auch eine gute Physis. „Kaum eine andere Sportart stellt ähnlich hohe Anforderungen an die Gesamtkörpermuskulatur. Sprungkraft, schnellkräftige Bein-, Arm- und Schultermuskeln gepaart mit gut ausgebildeter Rumpfmuskulatur, sind nicht nur Voraussetzung für erfolgreiches Spielen, sondern wichtige Faktoren zur Verletzungsprophylaxe“, erklärt Ausdauerexperte Dr. Stefan Graf die Sportart aus medizinischer Sicht. Gepaart mit Wurftechniken, taktischem Verständnis, dem Umsetzen einstudierter Spielzüge und situativem Handeln gestaltet sich das Handballtraining sehr vielfältig. Und um eines nicht zu vergessen: Handball ist ein Mannschaftssport. Die Gemeinsamkeit steht bei den Vereinen hoch im Kurs, meist auch neben dem Spielfeld.

Fitness- kontra Hochleistungssport

Natürlich lässt sich nicht leugnen, dass Handball aufgrund seiner Körperlichkeit ein hohes Verletzungsrisiko mit sich bringt. Aber man kann das Ganze ja auch als Spaß- und Fitnesssport mit Gleichgesinnten in entschärfter Form betreiben. Etwa als Beach-Handball mit verändertem Regelwerk in puncto Körperkontakt und Dribbeltechnik. So oder so ist Handball eine Sportart, bei der man sich richtig auspowern kann. „Ein vernünftig dosiertes Training bringt sowohl das Herz-Kreislaufsystem als auch den Bewegungsapparat richtig auf Vordermann“, so Dr. Graf. Jedoch wird auch ausreichend Energie benötigt. „Seitens der Ernährung gilt es zu beachten, dass die hochintensiven Belastungen schnelle Energiebereitstellung erfordern, die eine gute Kohlenhydratversorgung voraussetzen. „Low Carb“ ist also nicht das Richtige. Zudem ist eine gute Eiweißversorgung für den Aufbau leistungsfähiger Muskulatur und deren Regeneration wichtig“, erklärt Experte Dr. Graf. Wer noch nicht ganz überzeugt ist, darf zunächst vor dem Bildschirm mitfiebern. Aktuell gibt es die Europameisterschaften der Damen in Frankreich zu bestaunen, ab Januar wetteifern dann die Herren um die Krone der WM.

Tipps zum Einstieg:

  • Einen Einblick in den Sport bekommt ihr am einfachsten durch ein Probetraining. Fragt doch einfach mal bei eurem ortsansässigen Verein nach.
  • Sollte euch der Handballvirus infiziert haben und regelmäßiges Training anstehen, empfiehlt es sich ein zusätzliches Rumpftraining auszuüben.
  • Das Prellen des Balles ist zunächst für die meisten Anfänger etwas ungewohnt. Du kannst es auch zu Hause üben.
  • Dran bleiben und Spaß haben – die Spieltechnik kommt mit der Zeit, versprochen.

 

 

Ralf Kerkeling (47) ist freiberuflicher Sport-Journalist und Buchautor. Während einer mehrjährigen Tätigkeit beim TV entdeckte er das Schreiben für sich und wechselte schließlich die berufliche Richtung. Er schreibt für diverse Sportmagazine. Mit den Büchern „Running Wild“ und „Passion Laufen“ konnte er sich als Autor erfolgreich ausprobieren. Er ist zudem Mitbetreiber des Sport- und Reiseblogs Hasumsi – Writers Runway.

0 Kommentar

Kommentar schreiben

Ihr Kommentar ist für die anderen erst nach Freigabe sichtbar

In Action / 22.11.2018

Unser Alltag ist meist hektisch, ein straffer Tagesplan lässt uns meist wenig Zeit für Entspannung und Sport. Unwohlsein, Rückenschmerzen und Gewichtszunahme sind oft die Folge. Doch Yoga-Übungen sind eine angenehme Form, um den Körper wieder in Schwung zu bekommen und sich zeitgleich zu entspannen. Ein Gesamtkonzept, das man ausprobieren sollte!

In Action / 07.11.2018

Der Winter kann kommen. Mit der richtigen Sportart vertreiben wir uns sinnvoll die kalte Jahreszeit und bleiben obendrein noch fit. Badminton eignet sich dafür hervorragend! Ein Sportspiel für Jedermann – und genau darin liegt der Reiz.