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Es gibt keine Regeln, wie die Zubettgehzeit in der Familie auszusehen hat. Allerdings schwören viele Familien auf feste Rituale zur Schlafenszeit. Nicht nur, dass Kinder schon ganz früh in der Lage sind, Muster zu erkennen und Routinen anzunehmen. Sie erkennen auch sich wiederholende Situationen wieder und ordnen sie einem bestimmten Ereignis, wie z. B. der Schlafenzeit zu. Feste Rituale zur Schlafenszeit können eine schöne Zeit für die ganze Familie sein. Eine Zeit, in der alle zur Ruhe kommen, bewusst füreinander da sind und sich zusammenkuscheln. Du fragst Dich, welche Rituale wirklich sinnvoll sind und wie diese ablaufen könnten? Wir haben dazu verschiedene Mamas befragt und für Dich die beliebtesten Einschlaf-Rituale zusammengetragen. Alle „mom-approoved“ versteht sich! Vielleicht sind unter den Vorschlägen ja ein paar Ideen dabei, die Euch gefallen. 

Nochmal austoben bevor Ruhe einkehrt

„Eines unserer liebsten Rituale während der Baby- und Kleinkindzeit war die „nackte Stunde“ – wie wir sie getauft haben“, so Anna, eine Mama, die wir zu dem Thema befragt haben. „Bevor Ruhe einkehrte, tat es unseren Kindern immer sehr gut, erst noch einmal richtig Energie abzubauen. Als Nackedei durften sie auf einer großen, weichen Matratze strampeln, rollen, später auch toben und hüpfen. Ergänzt wurde das Spektakel durch kitzeln, jagen, fangen und schnappen. War die erste Energie verpufft, wurden die Kinder ruhiger und es folgt eine Phase des Kuschelns, Kraulens und Genießens. Erst dann wurden Schlafanzüge angezogen und wir haben uns alle im „großen Bett“ bei Mama und Papa getroffen, um den Abend mit einer gemütlichen Vorleserunde (bzw. Buch angucken oder einfach nur kuscheln und Milch trinken) ausklingen lassen. Danach ging es ab ins Bett. Lustig war, dass die „nackte Stunde“ auch bei uns im Bekannten- und Freundeskreis großen Anklang fand und in vielen Familien unter gleicher Bezeichnung etabliert wurde. Es kam nicht selten vor, dass man telefonierte, um das nächste Spieldate abzumachen und das Gegenüber sagte: Du, es passt gerade nicht, bei uns ist gerade ‘nackte Stunde‘.“

Badezeit

„Unser Sohn war in den ersten Monaten ein echt forderndes kleines Männlein“, so Nicole, eine weitere Mutter zum Thema Einschlafrituale. „Schlafen war doof, Karre fahren auch, Autofahren sowieso. Zufrieden rumliegen? Fehlanzeige! Ich konnte es immer gar nicht fassen, wenn ich andere Mamas mit Baby ganz entspannt in Cafés sitzen sah. Oder wenn mir Mamas erzählten, dass ihr Baby einfach unterm Spielebogen eingeschlafen sei. Bei uns undenkbar. Auch die Nächte waren zu Beginn ganz schön hart. Ich war froh, wenn ich mal anderthalb Stunden am Stück die Augen zu machen durfte. Puhhh! Dann haben wir ein Einschlafritual für uns entdeckt! Und nein, dadurch hat sich unser Leben nicht um 180 Grad gewendet. Unser Sohn hat nicht plötzlich durchgeschlafen. Aber wir haben gemeinsam eine entspannte Zeit verlebt, die wir sehr genossen haben, in der wir alle zur Ruhe gekommen sind, und die unser Sohn schnell als sein Abendritual angenommen hat – die Badezeit. Unser Kind war von Anfang an eine echte Wasserratte. Im warmen Wasser zu liegen, später zu sitzen, noch später mit der Schwester zusammen das Badezimmer unter Wasser zu setzen, ein großer Spaß für unseren Spross, den er sehr genossen hat. Bevor es also ins Bett ging, gab es häufig eine kurze Badesession. Im Wasser zu sein ist ein schöner Weg, um warm, sauber und ruhig für die Nacht zu werden. Im Anschluss an das Bad hat unser Sohn es geliebt, trockengeföhnt und eingecremt zu werden. Nun war er völlig entspannt und bereit für die Nacht. Das Schöne an einer Badezeit ist außerdem, dass sich die unerlässlichen Dinge, wie Hände und Gesicht waschen, später auch Zähneputzen, Windel wechseln und Schlafanzug anziehen, dabei wunderbar integrieren lassen.“

Gute-Nacht-Geschichten

„Ein festes Ritual, das bei uns seit Jahren Bestand hat, ist das Vorlesen von Gute-Nacht-Geschichten, bevor jeder in sein Bett verschwindet“, erzählt uns Melanie. „Dafür treffen wir uns entweder alle im Zimmer eines der Kinder oder wir kuscheln uns gemeinsam ins Elternbett. Entweder lesen wir ein gemeinsames Buch oder jedes Kind bekommt ein Kapitel aus seinem Wunschbuch vorgelesen. Angefangen hat das Ganze, als die Kinder noch ganz klein waren. Zunächst haben wir uns gemeinsam Bilderbücher angeschaut. Einige Zeit später konnte man schon einfache Bildergeschichten einführen. 

Unsere ‚all-time-favorites, aus der Kleinkind-Zeit sind „Gute Nacht Gorilla“„Die Schnecke und der Buckelwal“und der altbekannte Klassiker „Die kleine Raupe Nimmersatt“. Vielleicht ist hier ja auch eine Geschichte für Euch dabei. 

Als die Kinder dann etwas älter wurden, folgten spannende Geschichten für Groß und Klein. Manchmal so gut und so spannend, dass wirklich auf keinen Fall weitergelesen werden durfte, wenn ein Familienmitglied fehlte. 

Was ich daran so toll finde ist, dass sich dieses Ritual über so viele Jahre in unserem Leben gehalten hat. Noch immer treffen wir uns jeden Abend zum Kuscheln, Schnattern und Lesen. Gerade wenn die Kinder größer werden und Mama und Papa langsam nicht mehr so sehr brauchen, ist das für uns eine sehr schöne Zeit der Nähe und Verbundenheit.“ 

Für welches Einschlafritual auch immer Du Dich entscheidest, versuche so gut es geht, daran festzuhalten! Gerade in ungewohnter Umgebung, wenn Ihr mal nicht zuhause seid, kann es das Einschlafen für Dein Kind erleichtern. 

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Gesundheit im Blick / 09.09.2019

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