Kommentare Suche Plus Facebook Facebook Youtube Instagram Youtube Instagram Schließen
Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden. Darüber hinaus setzten wir weitere Verfahren ein, um auf pseudonymisierter Basis Nutzeraktivitäten analysieren zu können. Einzelheiten hierzu und zu den Möglichkeiten eine solche Nutzung einzuschränken, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Yoga ist eine aus Indien stammende und philosophische Lehre, die den Ausübenden zur Selbsterkenntnis führen soll. Soweit so gut. Das mag sich beim ersten Lesen abstrakt, auf eine gewisse Weise sogar abgefahren anhören – in der Praxis ist es jedoch zumeist weniger esoterisch, als vermutet. Ich habe Yoga das erste Mal in Zusammenhang mit dem Thema Laufen am eigenen Leibe erfahren dürfen. Noch viel länger zurückliegend, ich befand mich in meinen Zwanzigern, erzählte mir ein Freund, dass er sich dem Leben als Yogi verschrieben habe. Er beschrieb mir den ursprünglichen, spirituellen Charakter der einzelnen Übungen und die Ruhe, die er dadurch erfahren würde. Damals hab ich das Thema schlichtweg nicht begriffen. Nicht, dass es mich nicht interessierte, ich verstand einfach das große Ganze dahinter nicht. Yoga war für mich lange etwas für Menschen, die im Bioladen einkaufen gingen, Ökos genannt wurden und die sich mit ein paar ‚Omms‘ im Schneidersitz mental für eine Weile aus dem Alltag schossen. Das ist natürlich Schubladendenken allererster Güte – aber ich war jung…

Yoga ist für jeden was

Dann kam das Laufen und durch das Beschäftigen mit der Sportart, beruflich und privat, traf ich auf immer mehr Menschen, die Yoga ausübten. Auch in den Fitnessmagazinen wurde Yoga, und das ist bis heute so geblieben, als Allheilmittel gegen Rückenschmerzen, innere Unruhe und vieles mehr angepriesen. „Yoga ist gleichzeitig ein Dehn- und Kräftigungsprogramm. Durch Yoga kommt es zur Dehnung von verkürzten Muskeln und wir können dadurch Dysbalancen ausgleichen, die beispielsweise zu Rückenschmerzen führen können. Es kräftigt die Rumpfmuskulatur und verbessert die Balance“, erklärt die Sportwissenschaftlerin und Personal Trainerin Jasmin Brandt aus Köln. Yoga trat als eine Art Fitnessübung schließlich auch in mein Leben. Ich betreibe es ab und an, überwiegend um mich beweglich zu halten. Und Yoga-Übungen sind anstrengend, meine Damen und Herren! Von Stufe zu Stufe fordert es den gesamten Körper immer mehr. Das bringt ein gutes Körpergefühl und macht tatsächlich Spaß. Die Momente, in denen ich Yoga zeitgleich als Mentaltraining nutze, sind noch mehr wert, vor allem nachhaltiger. Vergleichbar mit einem Power-Napping (kurzer Tiefschlaf) erholt sich der Körper dabei, es fühlt sich innerlich reinigend an. Und dies ist für jeden zu erreichen, egal auf welchem Fitnesslevel man sich befindet, es bedarf nur etwas Geduld und Übung. „Neben den Trainingseffekten wie Kräftigung und Dehnung ist vor allem der Fokus auf die Atmung beim Yoga besonders. Bei den Übungen atmen wir tief ein und aus- etwas was wir im Alltag nicht häufig genug tun. Da atmen wir meist nur flach über die Brust“, sagt Personal Trainerin Jasmin Brandt.

Wenn dich Yoga interessiert, solltest du dich vor Beginn damit beschäftigen, warum du es überhaupt ausprobieren möchtest. Sollen dir die Übungen helfen, zu entspannen, dich zu fordern, Rückenschmerzen zu lindern? Es gibt so viele verschieden Yoga-Arten, da lohnt es sich, im Vorfeld das Thema einzugrenzen. Die Antworten darauf sollten dir helfen, den richtigen Lehrer zu finden und dich auf das richtige Ziel einzustimmen. Doch was bringt dir Yoga? Hier ein paar motivierende Punkte, um dem Ganzen etwas mehr Boden zu geben. Yoga kann sorgen für: verbesserte Konzentration, mehr Geduld im Alltag, Entgiftung des Körpers, Gewichtsabnahme, erhöhtes Selbstvertrauen und erhöhte Kreativität. Ein ganze Menge positive Dingen, wie ich finde.

Tipps für den Einstieg

Yoga-Anfänger sollten mindestens einmal pro Woche üben. Ideal ist es, zweimal in der Woche die Matte auszurollen. Folgende Gedanken sollen dir helfen, den Einstieg zu meistern:

  • Nimm dir einen Yogalehrer
  • Blocke dir zwei Zeiten in der Woche, in denen du für dich übst
  • Gönn Dir 2–3 Tage Pause zwischen den Yoga-Sessions
  • Werde dir deiner inneren Einstellung vor jeder Yogastunde bewusst
  • 60 oder 90 Minuten als Yogastunde sind ideal für Einsteiger

Probiers aus!

Damit du Yoga mal ausprobieren kannst, hat dir Jasmin ein paar Übungen für den Einstieg zusammen gestellt.

(Fotos: Daniel Elke)

  1. Katze Kuh 

Yoga mit Jasmin Brandt

Starte im Vierfüßlerstand. Atme aus und mache deinen Rücken ganz rund und streck ihn Richtung Decke- wie ein Katzenbuckel. Atme ein, lass deinen Bauch in Richtung Boden sinken und hebe deinen Blick. Wechsle die Positionen fließend 5-10 mal.

  1. Herabschauender Hund 

Starte in der Liegestützposition. Bring nun dein Gesäß Richtung Decke und strecke deinen Rücken so lang du kannst. Die Hände halten festen Kontakt zum Boden. Halte diese Position für 5 Atemzüge.

  1. Kobra 

Starte in Bauchlage. Platziere deine Hände neben deiner Brust. Strecke mit der nächsten Einatmung nun deine Ellbogen, ziehe deine Schulterblätter weit zurück und hebe deinen Blick nach vorne. Halte diese Position für 5 Atemzüge.

  1. Krieger II 

Starte in einer gegrätschten Position mittig auf der Matte. Deine Arme sind seitlich ausgebreitet. Dein linker Fuß zeigt nach außen zum Mattenende, dein rechter Fuß nach vorne. Beuge nun dein linkes Bein bis zu 90 Grad. Dein rechtes Bein bleibt gestreckt und dein Oberkörper aufrecht. Halte diese Position für 5 Atemzüge.

  1. Kindsstellung 

Starte im Fersensitz. Lege deine Arme weit nach vorne ab und streck dich lang. Dein Gesäß lässt du auf deine Fersen sinken. Halte diese Position für 5-10 Atemzüge.

 

Ralf Kerkeling (47) ist freiberuflicher Sport-Journalist und Buchautor. Während einer mehrjährigen Tätigkeit beim TV entdeckte er das Schreiben für sich und wechselte schließlich die berufliche Richtung. Er schreibt für diverse Sportmagazine. Mit den Büchern „Running Wild“ und „Passion Laufen“ konnte er sich als Autor erfolgreich ausprobieren. Er ist zudem Mitbetreiber des Sport- und Reiseblogs Hasumsi – Writers Runway.

0 Kommentar

Kommentar schreiben

Ihr Kommentar ist für die anderen erst nach Freigabe sichtbar

In Action / 07.12.2018

Handball- die Sportart überzeugt dank ihrer Schnelligkeit, rasanten Spielwechseln und hoher Spannung. Kurz vor der anstehenden Herren-WM in Deutschland und Dänemark, steigt das Interesse an. Wer nicht nur vor dem TV mitfiebern möchte, sollte sich schleunigst einem Verein anschließen.