Kommentare Suche Plus Facebook Facebook Youtube Instagram Youtube Instagram Schließen
Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden. Darüber hinaus setzten wir weitere Verfahren ein, um auf pseudonymisierter Basis Nutzeraktivitäten analysieren zu können. Einzelheiten hierzu und zu den Möglichkeiten eine solche Nutzung einzuschränken, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Titelbild des Orthomol Blogs

 

Linsen, Erbsen und Co. sollen beim Klimaschutz helfen und die Ernährung der Weltbevölkerung verbessern. So wünschen es sich zumindest die Vereinten Nationen – und haben das internationale Jahr der Hülsenfrüchte ausgerufen.

Mit der Ankündigung und verschiedenen Aktionen möchte die UN den Nährwert dieser Nutzpflanzen hervorheben. Ihr hoher Eiweißgehalt macht sie zu einer wichtigen Fleischalternative. Damit könnten Erbsen, Linsen und Bohnen zu neuen Stars einer nachhaltigen Ernährung aufsteigen – und zwar weltweit.

Das Image ist schlechter als der Nährwert

In Kulturkreisen mit traditionell geringem Fleischverzehr sind Hülsenfrüchte längst ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Inzwischen sind  Indisches Dal (mit Linsen), Pakistanische Falafel (aus Kichererbsen) und asiatische Sojaprodukte wie Tofu auch bei uns beliebt. In traditionellen deutschen Rezepten spielen Erbsen und Linsen in kräftigen Eintöpfen die Hauptrolle, während Bohnen oft als Fleischbeilage unterfordert werden.

Mehr „Schmetterlinge im Bauch“

Hülsenfrüchte gehören botanisch zur Familie der Leguminosen, zu deutsch „Schmetterlingsblütler“. Es gibt hunderte verschiedener Sorten, aber ein ganz besonderes Talent verbindet sie alle: Mit Hilfe spezieller Bakterien an ihren Wurzeln können sie Luftstickstoff im Erdreich anreichern. So düngen sie den Boden ganz natürlich. Die UN berichtet außerdem, dass der Anbau von Hülsenfrüchten in den Entwicklungsländern häufig Kleinbauen das Überleben sichert. Sie sind recht anspruchslos und können und auch auf kleinen Anbauflächen hohe Erträge liefern, außerdem lassen sich durch simple Trocknung gut haltbar machen. Damit stellen sie eine wichtige Basis für die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung dar.

In Mitteleuropa könnte der Trend zu einer Ernährung mit weniger Fleisch und Tierprodukten den Hülsenfrüchten bei der Eroberung unserer Teller helfen: Sie enthalten besonders viel hochwertiges Eiweiß, komplexe Kohlenhydrate und Aminosäuren, liefern reichlich Ballaststoffe und nebenbei Vitamine und Spurenelemente. Mancher Weißbrot geschwächte Verdauungstrakt protestiert anfangs rumpelnd gegen die ungewohnte Nährstoffdichte – das gibt sich aber bei regelmäßigerem Genuss von Hülsenfrüchten.

Lieber gekocht!

Das Jahr der Hülsenfrüchte ist eine gute Gelegenheit, den Hülsenfrüchte einen Ehrenplatz am Esstisch zu gönnen – schließlich sind sie gesund, nachhaltig zu produzieren und lecker. Nur eine Sache sollte man noch wissen, bevor man sich auf die bunte Vielfalt stürzt: Roh sind die meisten Hülsenfrüchte giftig, das gilt ganz besonders für Bohnen. Ein leckeres Rezept mit Kichererbsen und Lammfleisch gibt es hier. Letzteres liefert auch noch Vitamin B12, welches ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Wer darauf ganz verzichten möchte, muss es zusätzlich einnehmen.

0 Kommentar

Kommentar schreiben

Ihr Kommentar ist für die anderen erst nach Freigabe sichtbar

Gesundheitsmeldung / 12.07.2019

Neuen Nachbarn schenkt man traditionell Brot und Salz – das ist eigentlich doppelt gemoppelt, folgt man einer Untersuchung des staatlichen Max-Rubner-Institutes. Im Rahmen einer bundesweiten Erhebung wird regelmäßig der Kochsalzgehalt von Gebäck ermittelt. Brot ist eine der Hauptquellen für die…

Gesundheitsmeldung / 12.06.2019

Süßes gilt als „Nervennahrung“. Stress wird gern mit Schokolade bekämpft, und um bei ungeliebten Aufgaben konzentriert zu bleiben, sollen süße Snacks Motivationslöcher stopfen. Wissenschaftler haben die Studienlage zum Einfluss von Zucker auf die Gemütslage durchforstet und behaupten: Es gibt…