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Titelbild des Orthomol Blogs

Luise Schönemann, pädagogische Mitarbeiterin der ARCHE Göttingen, berichtet von einem Ausflug der ARCHE-Kinder, den ihnen die Orthomol-Spende ermöglicht hatte:

„Im Oktober war es endlich soweit – das zweitägige Camp stand bevor. Die Kinder waren schon die letzten zwei Wochen davor aufgeregt. Nachdem entschieden wurde, wer mitfahren durfte, bestimmten Fragen wie  „Was sollen wir alles mitnehmen?“ oder „Schlafen wir da auf dem Bauernhof?“ unseren Arche-Alltag. Die Koffer wurden vor lauter Vorfreude schon am Anfang der Woche gepackt und die Zimmer-Einteilung und Abendgestaltung lautstark diskutiert.

Am Donnerstag um halb 12 ging es los zum Bauernhof, wo wir alle bereits freudig erwartet wurden. Nach einer kurzen Begrüßung und einem sehr leckeren Mittagessen, konnten wir unsere Sachen ablegen und die Stallkleidung anziehen, dann ging es auch schon mit dem Programm los.

Tag 1: Hofführung mit „Cappucino“ und „Beißer“

Den ersten Tag haben wir damit verbracht, den Hof und seine Bewohner kennen zu lernen. Bei einer Hofführung wurden Schafe und Ziegen gestreichelt, mit Kühen und Schweinen auf Tuchfühlung gegangen und als besonderes Highlight der Kinder gab es auch Hühner und riesige Kaninchen. Sofort wurden die ersten Eier gesammelt und im Gegensatz zu uns Erwachsenen, hatten die Kinder große Freude daran, die Hühner auf den Arm zu nehmen und zu streicheln. Im Kaninchenstall gesellten sich die Kinder zu den Tieren und verteilten sofort Namen: „Cappuccino“, „Flöckchen“, „Beißer“, „Zigarette“ oder auch „Nutella“ wurde von der Mehrheit akzeptiert. Schon jetzt war uns Erwachsenen klar, dass wir am Ende des Camps lieber die Tasche kontrollieren sollten, damit auch ja kein Huhn oder Kaninchen „aus Versehen“ eingesteckt wurde 🙂

Bei einer kurzen Pause mit Kuchen und warmen Kakao wärmten wir uns auf, bevor es zur ersten „Arbeit“ ging: die abendliche Tierfütterung. Jetzt konnten die Kinder zeigen, was sie sich alles bei der Hofführung über die einzelnen Tierarten gemerkt hatten und durften alle mit anfassen. Löwenzahn musste im Garten gepflückt, das Futter für die Milchkühe portioniert und die Abendmahlzeit der Ziegen und Schafe zusammengestellt werden. Ganz aufgeregt durften die Kinder beim Melken der Kühe assistieren. Eine große Überraschung dabei war ihr Selbstvertrauen, sich ohne große Scheu an die Kühe zu trauen und das Melken mit Bravour zu erledigen. Genauso wurden die Schweine, Kaninchen und Hühner voller Hingabe gefüttert. Dann ging es zum Abschluss des Tages zum Abendbrot, welches zwei der Kinder mit vorbereitet hatten und anschließend mit einem vom Trecker gezogenem Planwagen zu unserer Unterkunft.

Tag 2: Planwagenfahrt und Workshops

Nach einer kurzen Nacht starteten wir mit einer erfrischenden Fahrt im Planwagen in unseren zweiten Tag. Vor dem Frühstück mussten  wieder die Tiere gefüttert, die Kühe gemolken und das Frühstück zubereitet werden. Routiniert und immer noch mit sehr viel Spaß gingen die Kinder an ihre Arbeit. So sehr, dass einige lieber mit Cappuccino, Flöckchen und Nutella gekuschelt, als sich mit einem Frühstück gestärkt hätten.

Schwerpunkt des zweiten Tages waren Workshops. Die Kinder sammelten bei einem Spaziergang durchs Dorf Blätter, Blumen und Kastanien und  halfen spontan einem älteren Ehepaar und anschließend einem Mann beim Säubern ihrer Rasen. Nach einer ausgiebigen Pause auf dem Spielplatz ging es zurück zum Bauernhof, wo die Kinder ihre eigenen Taschen gestalten durften. Und dann war es auch schon so weit, nach dem Mittagessen mussten sich alle schweren Herzens von den Tieren verabschieden. Die Schafe, Kühe, Ziegen, Schweine, Hühner und vor allem die Kaninchen wurden geherzt und gestreichelt und die Stallsachen in den Koffern verstaut. Auf der Rückfahrt zur Arche waren alle Kinder verdächtig ruhig und zufrieden.

Fazit: ein wunderbares Erlebnis

Der zweitägige Ausflug war für unsere Kinder ein wunderbares, kleines Abenteuer, bei dem sie viel gelernt haben, oft an ihre Grenzen gestoßen sind, diese aber mit viel Mut überschreiten konnten. Bei einigen Kindern herrschte noch anfängliche Zurückhaltung gegenüber den Tieren, diese wurde aber schnell in einen selbstbewussten und routinierten Umgang umgewandelt. Sie konnten sich selber ausprobieren und als Stadtkinder einen Einblick in eine etwas andere Welt gewinnen. Noch Tage danach hören wir die Kinder ihren Freunden von ihren besonderen Erlebnissen erzählen und die Wünsche nach eigenen Tieren in der Göttinger Arche werden lauter :-)“

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