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Titelbild des Orthomol Blogs

Ist das Wunschkind da, entschließen sich viele Mütter zum Stillen. Das schafft nicht nur eine besondere Nähe zwischen Mama und Baby. Über die Muttermilch werden die Säuglinge auch mit vielen wichtigen Nährstoffen versorgt. Daher spielt das, was auf dem mütterlichen Speiseplan landet, eine wichtige Rolle.

Expertentipps der Gynökologin

Dr. Pia Baust ist niedergelassene Gynäkologin aus Köln. Sie beantwortet wichtige Fragen rund um die Ernährung in der Stillzeit.

Was dürfen Stillende essen und welche Nahrungsmittel sollten während der Stillzeit gemieden werden?

Dr. Pia Baust: In der Schwangerschaft ist es wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. In der Stillzeit ist es genauso. Alles, was Sie essen, gelangt durch Ihren Blutkreislauf in die Muttermilch und ernährt auch Ihr Kind. Sie beeinflussen also mit dem, was Sie zu sich nehmen, nicht nur Ihre, sondern auch die Gesundheit Ihres Kindes. Daher ist Alkohol- und Nikotinkonsum während der Stillzeit tabu. Prinzipiell gibt es jedoch keine Nahrungsmittel, die eine stillende Mutter unbedingt meiden sollte. Wenn Sie darauf achten, dass Sie sich ausgewogen und gesund ernähren, dann hat Ihr Kind die optimalen Voraussetzungen, um sich bestens zu entwickeln. Hochwertige Vollkorn- und Milchprodukte, viel frisches Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch sollten auf dem abwechslungsreichen Speiseplan stehen. Außerdem wird empfohlen, viel zu trinken, denn das wirkt sich positiv auf die Milchproduktion aus. Wenn Sie anfangs ein Auge darauf haben, was Ihr Baby verträgt und bei welchen Nahrungsmitteln es Blähungen hat, wird Ihr Speiseplan bald bestens auf Sie und Ihr Baby abgestimmt sein.

Wie viele Kalorien braucht eine stillende Mutter?

Dr. Pia Baust: Stillende haben einen Mehrbedarf von ca. 300 bis 600 Kalorien. Entscheidend ist beim Stillen allerdings nicht so sehr der erhöhte Kalorien-, sondern vielmehr der benötigte Mikronährstoffbedarf. Versuchen Sie deshalb, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Wichtig ist vor allem die Qualität der Speisen und nicht die Quantität.

Muss die Mutter in der Stillzeit mehr trinken als sonst?

Dr. Pia Baust: Dem Körper einer stillenden Frau wird durch die Milchmenge, die das Baby trinkt, Wasser entzogen. Um den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen, wird Stillenden empfohlen, pro Tag 2 bis 3 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Koffeinhaltige Getränke sind in der Stillzeit zwar erlaubt, sollten allerdings nur in Maßen konsumiert werden, da das Koffein vom Baby durch die Muttermilch aufgenommen wird und bei diesem die gleiche aufputschende Wirkung wie bei der Mutter hat. Ideale Getränke sind stilles oder leicht sprudelndes Mineralwasser, Saftschorlen und Tee. Bei gewissen Teesorten ist jedoch Vorsicht geboten. Es gibt Kräutertees, die eine abstillende Wirkung haben können. Darunter fallen zum Beispiel Pfefferminz- oder Salbeitee. Stilltees mit Fenchel, Anis und Kümmel wirken sich dagegen positiv auf die Milchbildung und eventuelle Beschwerden des Kindes aus.

Mehr Antworten von Dr. Pia Baust zum Thema Stillzeit, aber auch rund um Kinderwunsch und Schwangerschaft finden Sie auf www.orthomol-natal.de.

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