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Titelbild des Orthomol Blogs

Wir haben für Euch Paare gesucht, die auf dem Weg zum Wunschkind die eine oder andere Hürde überspringen mussten, deren Weg nicht gradlinig zum Ziel geführt hat. Warum? Weil wir anderen Paaren mit Kinderwunsch in ähnlichen Situationen Mut machen wollen, an ihren Traum zu glauben. In diesem Beitrag erzählt uns Jenny, (34) Kindheitspädagogin aus Hamburg die Geschichte über  ihren Weg zum Wunschbaby.

Erst reisen, dann Baby

Gewünscht habe ich mir ein Baby schon vor vielen Jahren, aber mein Freund und ich waren uns nicht ganz einig, und es gehören ja immer zwei dazu…

Eines der Hauptargumente, das Thema Wunschkind und die Babyplanung noch ein paar Jahre aufzuschieben, war das Reisen. Reisen ist eine große Leidenschaft von uns beiden! Wir lieben es, exotische Länder und fremde Kulturen zu entdecken. Natürlich kann man die Welt auch mit Kindern erkunden – und das haben wir für unsere anstehende Elternzeit auch fest geplant. Aber unser Wunsch war es, uns nochmal ohne Kinder ins Abenteuer zu stürzen. 

Unsere Reise führte uns nach Südostasien – wir bereisten Hongkong, Myanmar und die Philippinen und genossen diese tolle gemeinsame Zeit in vollen Zügen. 

Kinderwunsch und Zika-Virus

Wenn man sich ein Baby wünscht und weiterhin viel und gerne reist, muss man sich natürlich darüber bewusst sein, dass man in bestimmten Regionen aufpassen muss, sich nicht mit einem Virus zu infizieren. Bedingt durch unser Reiseziel, war für uns das Thema Zika-Virus relevant. Das Zika-Viruswird hauptsächlich über Stiche von infizierten Mücken übertragen. Hat man sich mit dem Virus infiziert, können grippeähnlichen Symptome auftreten, die in der Regel harmlos verlaufen. Klingt erstmal gar nicht schlimm. Ganz anders sieht das leider in einer Schwangerschaft aus. Erkrankt man in der Schwangerschaft an dem Zika-Virus, kann dies beim ungeborenen Kind zu schweren Fehlbildungen führen. Nachdem wir uns also intensiv mit diesem Thema beschäftigt hatten, entschlossen wir uns, das Thema Wunschkind und die Babyplanung noch ein paar weitere Monate aufzuschieben, um das Risiko einer Schädigung des Kindes während der Schwangerschaft zu minimieren.

Der Plan mit dem Sommerbaby

Wieder Zuhause angekommen, sollte das Projekt Wunschkind aber nun endlich angegangen werden. Unser großer Traum – ein Sommerkind! Wir beide hatten das große Glück, im Sommer geboren zu sein, und wir erinnern uns gerne an ausgelassene Geburtstagsfeten mit Grillwurst im Garten. Das wollten wir unserem Kind auch ermöglichen. 

Aber Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, dass es gar nicht so einfach ist, ein „Sommerbaby“ zu planen. Zunächst kam uns mein unbeständiger Zyklus in die Quere. Ich habe über achtzehn Jahre lang die Pille genommen und hatte einen etwas unregelmäßigen Zyklus. Angefangen von 28 Tagen bis hin zu 32 Tagen. Immer im Wechsel und das über ein Jahr lang. Es war schwierig, genau vorherzusagen, wann mein Eisprung stattfinden würde. Wenn man schwanger werden will, ist das ein Zustand, der ganz schön nervenaufreibend sein kann.

Unsere Rettung – Ovulationstests

Ich bin erst sehr spät auf die Idee gekommen, mir Ovulationstestszu kaufen. Ovulationstests funktionieren ähnlich wie Schwangerschaftstests, und die Anwendung ist völlig unkompliziert. Der Teststreifen wird für einige Sekunden in den Urin gehalten, und schon werden die fruchtbaren Tage ermittelt. So einfach und doch so effektiv! Für uns die beste Investition auf dem Weg zum Wunschkind! 

Endlich schwanger

Nach circa einem Jahr war ich dann endlich mit unserm Wunschkind schwanger. Durch das Beschäftigungsverbot in meinem Beruf als Kindheitspädagogin hatte ich viel Zeit, mich ganz entspannt auf unser kleines Wunder vorzubereiten. Ich habe viele pädagogische Bücher gelesen, war beim Schwangerschaftspilates, in der Sauna, Schwimmen, bin Rad gefahren und habe viel Zeit mit meinem Freund verbracht. Außerdem konnte ich in Ruhe alle Besorgungen für unser kleines Wunder tätigen. Zum Ende der Schwangerschaft hatte ich lediglich starke Wassereinlagerungen in den Beinen, aber auch die sind nach der Geburt rasch verschwunden. Zurückschauend kann ich sagen, dass ich eine durch und durch wundervolle Schwangerschaft hatte. 

Die magische Zahl 6

Am 5. Juni 2019 war dann der errechnete Entbindungstermin. Ich hatte an dem Tag einen Kontrollbesuch beim Frauenarzt, aber es deutete nichts darauf hin, dass es bald losgehen würde. Also habe ich mich an dem bislang heißesten Tag des Jahres (29 Grad in Hamburg) mit meinen hochschwangeren Freunden aus dem Geburtsvorbereitungskurs zum indischen Essen verabredet. Ich las mal darüber, dass scharfes Essen die Wehen anregen soll. Anschließend habe ich den sonnigen Tag mit meinem Freund verbracht und abends genüsslich ein „Hefeweizen alkoholfrei“ im Biergarten verdrückt. Ich bin die gesamte Schwangerschaft über Fahrrad gefahren und auf dem Heimweg vom Biergarten nach Hause, habe ich dabei dann die ersten Anzeichen gespürt. Es war ein starkes Ziehen im Unterleib. Zu Hause angekommen, habe ich meine Kliniktasche – welche ich schon Wochen vorher gepackt hatte – nochmals kontrolliert. Gegen 23.30 Uhr sind wir ins Bett gegangen und 15 Minuten später, um 23:45 Uhr, ist meine Fruchtblase geplatzt. Ich nahm noch eine kurze Dusche und dann kamen auch schon die Sanitäter, die mich ins Krankenhaus brachten. Mein Muttermund war dort schon 4 cm geöffnet. Es fehlten also nur noch 6 cm, bis es so richtig losgehen konnte. Eine magische Zahl, die mich den ganzen Tag begleitet hat. Denn die Geburt hat genau 6 Stunden gedauert, 6 wundervolle Stunden, in denen ich mich nur auf meine Atmung konzentrierte. Durch die Nase ein, kurze Pause und durch den Mund wieder aus. So wie es mir meine Hebamme wieder und immer wieder in den Geburtsvorbereitungskursen eingebläut hat. 

Um 6.06 Uhr ist dann unsere wundervolle Tochter Juna Mia auf die Welt gekommen. Sie wog 3350 Gramm und war 50 cm groß. Von der ersten Sekunde an waren wir wie verzaubert von diesem kleinen Bündel Leben, das von nun an zu uns gehört und uns zu einer Familie gemacht hat! 

5 Fragen zum Abschluss

Frage 1: Wie habt ihr euch gegenseitig als Partner in der KIWU-Phase unterstützt? 

Wir haben viel miteinander gesprochen, und ich habe meinen Partner für das Thema Schwangerschaft und Erstelternschaft sensibilisiert. 

Frage 2: Nach euren Erfahrungen: Habt ihr einen Rat für KIWU-Paare in ähnlicher Situation?

Bleibt entspannt, plant es nicht, lasst es auf Euch zukommen. Ich weiß: Das ist leichter gesagt als getan.

 Frage 4: Was war der beste Tipp, den ihr bekommen habt? 

Der beste Tipp war der Ovulationstest für mich. Somit wusste ich genau, an welchen Tagen ich fruchtbar bin. 

Frage 5: Wünscht Ihr Euch noch weitere Kinder? 

Unbedingt! Ja, wir wünschen uns ein weiteres Kind, wenn nicht sogar zwei. 

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