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Auf der Wiese liegen und den Wolken zusehen – das klingt schon nach Entspannung. Aber auch wer buchstäblich „ackert“ kann sich dabei erholen, vor allem psychisch. Gartenarbeit ist gut für Körper und Seele, wie inzwischen ein ganzes Spektrum verschiedener Studien zeigen konnte.

Vom Krankenbett ins Gartenbeet

Im alten Ägypten waren Gartenspaziergänge eine gängige Therapieoption, und der mittelalterliche Klostergarten verband ganz bewusst nützliche Arbeit mit naturnaher Kontemplation. Heute ist Gartentherapie in vielen Kliniken schon lange im Einsatz, etwa bei Patienten mit psychischen Krankheiten, belastenden Diagnosen, chronischen Schmerzen oder in der Rehabilitation. Umweltpsychologen der Universität Wien konnten zeigen, dass der Aufenthalt in der Natur messbare Effekte auf den Körper hat: Der Herzschlag wird langsamer, der Blutdruck sinkt und die Muskeln entspannen.

Den Stress wegharken

Eine aktuelle schwedische Untersuchung beschreibt die positiven Effekte von Gartenarbeit bei stressbedingte Erkrankungen wie Burnout. Diese Krankheiten können die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit der Betroffenen stark einschränken, etwa durch Verdauungs- und Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und Stimmungsschwankungen. Nicht selten werden sie von depressiven Episoden oder Angststörungen begleitet. Ein Programm zur natur-basierten Rehabilitation (Nature Based Rehabilitation, NBR) verschaffte vielen Studienteilnehmern Linderung ihrer Beschwerden. Die Autoren bewerten die Ergebnisse als sehr ermunternd, weil die Patienten zuvor alle für mindestens 3 Monate nicht arbeitsfähig gewesen waren – trotz konventioneller Therapie. Der Aufenthalt und die Aktivität in der Natur wären eine nebenwirkungsfreie und kostengünstige Behandlungsmöglichkeit für die steigende Zahl von Stresspatienten.

Strafarbeit oder Meditation?

Nicht jedem wird es als pure Erholung erscheinen, Unkraut aus dem Kiesweg zu zupfen. Tatsächlich scheint es auch von der Persönlichkeit abzuhängen, welche Naturerfahrung sich günstig auf die Gesundheit auswirkt. In jedem Fall wirken die milden Reize einer naturbelassenen Umgebung entspannend. Dazu braucht es keine stundenlangen Wanderungen: Schon nach fünf Minuten im Grünen waren entsprechende Veränderungen nachweisbar, sowohl beim Gärtnern, spazieren gehen oder angeln. Gleichzeitig verbesserten sich Stimmung und Selbstwertgefühl. Die Effekte ließen sich durch einen Aufenthalt am Wasser noch steigern. Trotzdem lohnt sich auch ein längerer Ausflug in die Natur: So erhöhte sich nach einem Tag im Wald die Anzahl bestimmter Immunzellen deutlich und nachhaltig – nämlich für eine ganze Woche.

Dreck macht glücklich!

Warum gerade das Buddeln im Garten so stimmungsaufhellend sein könnte, untersuchten Forscher aus London mit Hilfe von Mäusen: Kamen diese mit dem Bodenbakterium Mycobacterium vaccae in Kontakt, reagierten sie wie auf ein Antidepressivum. Nun sind Mäuse keine Menschen – doch die Wissenschaftler kamen überhaupt erst auf den Versuch, nachdem man Krebspatienten (vergeblich) mit dem Bakterium behandelt hatte und diese anschließend ihre Lebensqualität deutlich besser bewerteten. Offensichtlich kann man der alten Volksweisheit „Dreck reinigt den Magen“ ganz wissenschaftlich hinzufügen: Und macht bessere Laune!

Der Garten ruft

Wer also keinen Urlaub mit ausgiebigen Strandspaziergängen oder befreienden Bergwandertouren mehr vor sich hat, kann im Garten oder auf dem Balkon „auftanken“. Auch wenn der Herbst vor der Tür steht gibt es neben den Putzarbeiten noch Schönes zu erledigen: Setzen Sie Zwiebeln für Tulpen und Narzissen, pflanzen sie jetzt neue Beerensträucher oder säen Sie winterharten Feldsalat. Spätestens zur Blüte und Ernte werden Sie zusätzlich mit Glücksgefühlen belohnt.

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