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Können Sie sich noch daran erinnern, als Laufen keinerlei Überredung bedurfte? Als das Spielen auf der Straße und im Wald, ob Versteckspielen oder Fangen, mit viel Rennerei verbunden war. Und wir sind gelaufen, ohne groß darüber nachzudenken. Einfach und natürlich, es fühlte sich auch eigentlich nie anstrengend an. Und heute im Erwachsenenalter? Schwitzen, sich bewegen, puh…

Die mögliche Anstrengung ist es, vor der wir oft kapitulieren. Alleine schon der Gedanke daran lässt uns im Sessel sitzen bleiben. Oft, nicht immer. Denn ab dem Punkt, an dem wir uns aufraffen, fühlt es sich gut an. Es fühlt sich gut an, weil wir uns im besten Falle ausgepowert haben und dann ein angenehmes Gefühl den Körper durchströmt. Aber auch, weil wir uns überwunden haben, weil wir uns besser fühlen als die, die sitzen geblieben sind. Weil wir uns auf den Weg gemacht haben unser Leben zu ändern, vor allem dann, wenn es mit der Zeit wieder selbstverständlich wird Sport zu treiben.

„Der Klick im Kopf ist entscheidend. Anstatt den „inneren Schweinehund“ groß zu reden, der den Sport zur ungeliebten Alternative zum Sofa degradiert, sollten wir uns bewusst machen, dass Sport an erster Stelle Spaß und darüber hinaus Gesundheit bringt“, sagt denn auch Ausdauer- und Ernährungsexperte Dr. Stefan Graf. Wenn wir heute über Sport nachdenken hat es im Gegensatz zur Kindheit, und das Laufen in der Kindheit ist nichts anderes gewesen als Sport, häufig einen stressigen Beigeschmack. „Wann soll ich denn laufen gehen?“ ist beispielsweise eine Frage, die ich des Öfteren gestellt bekomme. Laufen ist dabei nur ein Platzhalter für viele Arten des Sporttreibens. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir diese Frage auch schon oft gestellt und ich habe sie auch schon oft genug im Leben mit einem: „Nein, ich habe keine Zeit dafür“ beantwortet. Dies ist mir so lange passiert, bis ich für mich eine andere Herangehensweise an das Thema gefunden hatte.

Sport, dein Freund

Eigentlich ist es ganz einfach. Grundsätzlich sollte man Sport nicht als Feind begreifen, sondern als Freund; sogar einen sehr guter Freund. Wenn man sich mit einem Freund trifft, denkt man normalerweise auch nicht groß darüber nach, ob es jetzt Zeitverschwendung ist, sich mit ihm zu treffen. Und hier liegt die Essenz eines sportlichen Neuanfangs begründet. Sport als nervenden Job oder etwas Unangenehmes zu begreifen macht diesen unattraktiv, er wird als Zeitfresser wahrgenommen. Also dreht man es für sich im Kopf einfach um und begreift es als Teil seiner Freizeit. Es funktioniert, probieren Sie es doch mal aus. Es ist Ihre freie Zeit! Und davon sollten Sie sich etwas gönnen. „Mindestens zwei feste Wochentermine  sollten für den Sport reserviert werden – möglichst weit oben auf der persönlichen Prioritätenliste“, empfiehlt dann auch Dr. Stefan Graf. Zudem sollten Anfängerfehler vermieden werden und die Ziele realistisch gesetzt werden. „Keine unrealistischen Ziele setzen wie 10 Kilo in zwei Monaten verlieren oder als Neuling gleich den Marathon planen. Zwänge und Dogmatismen sind längerfristig immer Motivationskiller“, erläutert Graf weiter. Ein weiterer typischer Anfängerfehler: Es wird viel zu intensiv und erschöpfend trainiert. Wer nach dem Training „völlig tot“ ist, verliert meist schnell die Lust. „Sport treiben zu können, ist Luxus – keine Buße“, ergänzt Graf.

Gemeinsam Spaß haben

Und noch besser: Verabreden Sie sich am besten zum Sportreiben. Dies ist bei fast allen Sportarten möglich. Fußballspielen, Laufen, Schwimmen, Nordic Walking, Langlaufen & Co. machen in der Gemeinschaft doch ungleich mehr Spaß. Und da ist das Wort auch schon wieder: „Spaß“. Der Bogen zur Kindheit schließt sich. Holen wir den Spaß zurück in unsere Bewegung und der Start wird einfach! Vergessen Sie die Angst vor dem Scheitern. Und noch ein Gesundheitsplus zum Schluss: Sport ist der beste „Entzugshelfer“ bei der Rauchentwöhnug und der  Ernährungsumstellung. Na bitte, los geht’s!

Tipps fürs „Sporteln“:

  • Begreifen Sport als einen Pluspunkt und wertvolle Freizeit.
  • Setzen Sie sich keine unrealistischen Ziele.
  • Verabreden Sie sich für Ihren Sport.
  • Variieren Sie die Sportart, so bleibt es spannend.

 

Über den Autor:

Ralf Kerkeling

Ralf Kerkeling (46) ist freiberuflicher Sport-Journalist und Buchautor. Während einer mehrjährigen Tätigkeit beim TV entdeckte er das Schreiben für sich und wechselte schließlich die berufliche Richtung. Er gründete 2011 die PDF-Tageszeitung „news to go“ und schreibt für diverse Sportmagazine. Mit der Läuferbiografie „Running Wild“ konnte er sich als Autor erfolgreich ausprobieren.

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