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Golf – das Glück fliegt durch die Luft

„Pock“ – das Geräusch eines gut getroffenen Golfballes lässt sich am besten mit diesem Wort beschreiben. Und es gibt, wenn man der Sportart Golf einmal verfallen ist, kaum ein wohlklingenderes Geräusch im Ohr eines Golfspielers. Das Geräusch beschreibt einen optimal getroffenen Golfball, der vom Schläger getrieben über den Fairway durch die Luft Richtung Grün fliegt, um dort abschließend mit möglichst wenig Schlägen eingelocht zu werden.

Golf, einstmals der Sport der Elite, hat in den letzten Jahren ein breiteres Publikum in Deutschland gefunden. Zwar kann der Sport noch immer nicht als Breitensport beschrieben werden, jedoch deuten die Zuwachsraten der aktiven Spieler in Deutschland auf eine immer größer werdende Beliebtheit hin. Laut einer Statistik des deutschen Golfsportmagazins schwangen 2016 immerhin knapp 640.000 Menschen in unserer Republik den Golfschläger. Die Gründe für die wachsende Beliebtheit sind vielfältig. Durch die gestiegene Anzahl an offenen Golfanlagen haben Interessierte mehr Möglichkeiten die Sportart auszuprobieren. Und dies wird mittlerweile eifrig genutzt. Man muss nicht mehr zwangsläufig Mitglied in einem Golfclub sein und die dort fällig werdenden, teilweise immens hohen Mitgliedsbeiträge bezahlen. Noch nicht einmal die sogenannte Platzreife ist auf den freien Golfanlagen nötig, um sich den erste Versuchen mit Schläger und dem Miniaturball hinzugeben. Möchte man es ganz unorthodox haben, betreibt man den Sport als Crossgolfer. Dafür sucht man sich beispielsweise ein freies Feld und schlägt den Ball in Richtung eines vorher definierten Zieles.

Niedrige Belastung – gute Fettverbrennungsrate

Golf ist facettenreich und bietet gerade dem Sporteinsteiger eine optimale Möglichkeit, Bewegung mit ausgewogener, leichter Belastung zu kombinieren. „Die Belastungsintensität ist insgesamt relativ niedrig. Blutlaktat-Messungen haben gezeigt, dass selbst beim Spiel bergauf in den Muskeln kaum Milchsäure gebildet wird. Die Energiebereitstellung erfolgt also überwiegend aerob“, sagt Ausdauerexperte Dr. Stefan Graf. „Der zusätzliche Energieverbrauch ist beim Golf mit etwa 200 Kilokalorien pro Stunde nur ein Viertel so hoch wie beim Joggen. Aber durch die überwiegend aerobe Energiebereitstellung wird die Energie beim Golfen vorwiegend durch Fettverbrennung rekrutiert“, erklärt Dr. Graf die positiven Eigenschaften in Sachen Fettverbrennungsrate.

Selbstversuch

Ich habe mich vor gar nicht allzu langer Zeit selber in der Sportart ausprobiert. Ein golfbegeisterter Kollege überzeugt mich, es einfach mal auszuprobieren. Gesagt, getan. Eine kleine Golfanlage draußen im Grünen vor den Toren Kölns musste als mein erstes Golfrevier herhalten. Und ich muss sagen, es packte mich direkt. Zwar waren die ersten Schläge nicht unbedingt von Erfolg gekrönt, kaum eine Schlagbewegung wurde zunächst von mir richtig ausgeführt. In der Folge wurde der kleine Kunststoffball überwiegend verfehlt. Ein paar kleine Korrekturen seitens meines Golfkollegen halfen jedoch schon, die Bewegung zu verbessern und siehe da, sehr schnell stellten sich erste Erfolge ein. Zwar flog der Ball meist noch nicht sehr weit, geschweige denn in die richtige Richtung, aber es ging vorwärts.

Diese ersten Erfahrungen beschreiben für mich jedoch sehr schön, den ausgesprochenen Reiz, den dieser Sport ausüben kann, wenn man gewillt ist, ein wenig Geduld aufzubringen. Zum einen bewegt man sich draußen in der Natur an der frischen Luft, und eine landschaftlich schön gestaltete Golfanlage hat durchaus seine Reize. Ja, Golfer bewegen sich entgegen landläufiger Meinung – und das nicht zu knapp. Auf einem rund vierstündigen Rundkurs werden etwa sechs bis acht Kilometer zurückgelegt. „Gesundheitsförderlich sind die entspannende Wirkung, das mehrstündige Bewegen in der Natur, die geringen Gefahren, sich zu übernehmen“, ergänzt Experte Dr. Stefan Graf. Gesundheitliche Risiken sieht er wenige. „Risiken resultieren aus fehlerhafter Schlagtechnik und chronischer Überlastung des Schulter-, Rücken- und Handgelenkbereichs bei zu häufigem Spielen in Verbindung mit unterentwickelter Gesamtfitness“, so Dr. Graf. Und er empfiehlt: „Aus verletzungsprophylaktischer Sicht ist ein zusätzliches Ganzkörpermuskel- und Stabilitätstraining ratsam.“ Zum anderen bietet der Sport bis ins hohe Alter die Möglichkeit sich zu bewegen und immer etwas Neues hinzuzulernen. Den eines ist klar: Die Suche nach dem perfekten Schwung dauert lange, man könnte gar sagen, sie dauert ewig. Und so kursiert unter Golfern ein gängiger Witz. Auf die Frage: „Wie lautet der kürzeste Golfwitz?“ folgt die Antwort: „Ich kann’s!“

Fazit

Golfen überzeugt aber auch durch soziale Aspekte, wie ich lernen durfte. Hat man einen idealen Golfpartner gefunden, kann man während einer Runde, neben dem Sprechen über den Sport, auch das ein oder andere private Wort verlieren. Und: Spieler unterschiedlicher Leistungsklassen können gegeneinander antreten. Ich fühlte mich jedenfalls nach jeder der mittlerweile fünf Golfstunden im Kopf völlig frei und aufgeräumt. Weitere Wiederholungen sind bei mir auf jeden Fall geplant, der Sport hat mich in seinen Bann gezogen.

Tipps zum Einstieg:

  • Lassen Sie sich das Golfspielen von Beginn an richtig erklären.
  • Besuchen Sie einen Schnupperkurs. Diese werden in nahezu jedem Golfclub angeboten.
  • Für den Einstieg genügen normale Sportschuhe und Sportkleidung in der Sie sich wohlfühlen.

Informationen im Internet:

 

Ralf Kerkeling

Ralf Kerkeling (46) ist freiberuflicher Sport-Journalist und Buchautor. Während einer mehrjährigen Tätigkeit beim TV entdeckte er das Schreiben für sich und wechselte schließlich die berufliche Richtung. Er gründete 2011 die PDF-Tageszeitung „news to go“ und schreibt für diverse Sportmagazine. Mit der Läuferbiografie „Running Wild“ konnte er sich als Autor erfolgreich ausprobieren.

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