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Titelbild des Orthomol Blogs

Karlas Blick geht in die Tiefe. Rund 15 Meter ist der Boden entfernt. Sie hängt an einem Seil, gesichert in einer Kletterwand und ruft ihrem Vater zu, dass sie jetzt runterkommen werde. Schon stößt sie sich von der Wand ab und gleitet, sich immer wieder mit den Füßen von Wand abstoßend, gesichert in Richtung Boden. Zuvor war die Achtjährige „todesmutig“ in die Kletterwand gestiegen, hat sich ihren Weg nach oben mit zielsicheren Handgriffen gesucht. Immer den roten, grünen oder gelben Klettergriffen nach, je nach gewünschtem Schwierigkeitsgrad. Unten stehend und das Seil sichernd der Vater der Kleinen. Diese Szene spielt sich in einer der zahlreichen Kletterhallen in Deutschland jede Woche hundertfach ab.

Klettern oder Bouldern, das ist hier die Frage

Ein wenig Mut und Können gehört dennoch dazu, um eine der Hallenkletterwände zu besteigen. Und es ist auch nicht nur eine Sportart, die Kinder begeistert. Auch zahlreiche Erwachsene geben sich dem Erlebnis Sportklettern hin. Ein Trend, der seit mehreren Jahren ungebrochen ist. Unterschieden wird dabei in zwei unterschiedliche Arten des Hallenkletterns. Einmal in Bouldern (englisch: Felsbrocken), welches das Klettern ohne Sicherungsseil in geringer Höhe bezeichnet, und das Klettern am Sicherungsseil, welches auch schon mal in Kletterhöhen bis zu 20 Metern Höhe führen kann. Das Besondere ist die Kombination aus körperlichem Training und durchgehend hoher Konzentration. „Insgesamt ist Klettern in der Halle – fachkundige Seilsicherung vorausgesetzt – eine wenig verletzungsträchtige Sport“, sagt der sportwissenschaftliche Experte Dr. Stefan Graf. Prinzipiell gäbe es bei entsprechender Fitness kaum Altersbeschränkungen, so Dr. Graf. Wegen der hohen Anforderungen tun sich ältere Anfänger natürlich zu Beginn schwerer, die Bewegungen zu koordinieren. „Sogar als Therapieform, etwa bei fehlhaltungsbedingten Rückenproblemen, aber auch bei Stress und anderen psychosomatischen Beeinträchtigungen hat sich angeleitetes Klettern bewährt“, ergänzt der Experte.

Mit Spaß Kalorien verbrennen

Klettern bietet demnach viele Vorteile gegenüber anderen Sportarten, und es kommen noch weitere hinzu. Die Ausdauer wird gefördert, und auch am Gewicht kann hervorragend gearbeitet werden. Ganze 500 Kilokalorien werden bei einem 45-Minuten-Workout an der Wand verbrannt. Das ist dem Laufen in etwa gleichzusetzen. Allerdings: Klettern lässt sich nicht autodidaktisch erlernen. Anfänger brauchen ein professionelles Coaching, in dem Kletter- und besonders auch die Sicherungstechniken vermittelt werden. Das Bouldern ist hiervon ausgenommen, eine Anleitung kann aber auch hier nicht schaden.

Fazit: Das Klettern in der Halle macht einen enormen Spaß, ob kleiner oder großer Kletterfreund. Es taugt als das ideale Winteralternativtraining zum Laufen und für alle die höher hinaus möchten – es ist ebenfalls eine optimale Vorbereitung für Naturkletterer.

Tipps für den Einstieg:

  • Suchen Sie sich eine Kletterhalle in der Nähe und vertrauen sich dort dem fachkundigen Personal an. Eine Sicherheitseinführung ist obligatorisch.
  • Nehmen Sie sich bequeme Kleidung mit. Zu enge Kleidung schränkt die Bewegung ein. Auch sollten die gewählte Kleidung robust sein.
  • Schuhwerk: Man kann sich Kletterschuhe vor Ort leihen. Wahlweise kann man auch in eigenen Turnschuhen klettern. Einfach vor Ort nachfragen.
  • Da man beim Klettern schwitzt, sollte für die Pausen und für danach ein wärmender Pulli eingepackt werden. Auch ausreichend trinken ist wichtig.
  • Lange Haare sollte man sich hochstecken. Andernfalls droht ein Verhaken im Sicherungsseil, und das kann schmerzlich sein.

Ralf Kerkeling (46) ist freiberuflicher Sport-Journalist und Buchautor. Während einer mehrjährigen Tätigkeit beim TV entdeckte er das Schreiben für sich und wechselte schließlich die berufliche Richtung. Er gründete 2011 die PDF-Tageszeitung „news to go“ und schreibt für diverse Sportmagazine. Mit der Läuferbiografie „Running Wild“ konnte er sich als Autor erfolgreich ausprobieren.

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