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Titelbild des Orthomol Blogs

Spätestens seit dem Bestseller des deutschen Kultkomikers Hape Kerkeling ist Wandern wieder in aller Munde. Die eher „ruhige“ Sportart ist auch bei den Jüngeren seit ein paar Jahren voll im Trend. Ob im Gebirge oder im Flachland, die Wanderwege erfreuen sich regen Besuches. Aber was macht Wandern denn eigentlich so trendy?

Es muss ja nicht gleich der Jakobsweg sein, um mit diesem Sport anzufangen. Denn sicherlich haben die wenigsten von uns so viel Zeit, um einfach mal ein paar Wochen abzutauchen und sich den eigenen Gedanken und der Natur hinzugeben. Was die Geschichte von Kerkeling allerdings auch veranschaulicht: Wandern ist ein optimaler Sport für Einsteiger. „Da keine komplizierte Technik erlernt und keine besonderen konditionellen Voraussetzungen erfüllt sein müssen, ist auch ohne besonders sportliches Vorleben ein Einstieg jederzeit möglich“, sagt der Fachjournalist und Molekularbiologe Dr. Stefan Graf. „Da es richtig dosiert weder erschöpfend noch mit Angst vor Verletzung betrieben wird, stehen das Naturerlebnis und der Genuss im Vordergrund. Trotzdem steigt neben psychischer Ausgeglichenheit und geistiger Frische auch die körperliche Fitness spürbar,“ erklärt Graf weiter.

Gerade für übergewichtige Menschen bietet sich die gemächlichere Form der Fortbewegung als Wiedereinstieg in den Sport an. Dass man die Anforderungen an den eigenen Körper frei wählen kann, macht diese Art der körperlichen Betätigung spannend.

Warum wandern gesund ist

Zu Wandern bedeutet, dass der gesamte Körper in Bewegung ist. Herz-Kreislauf (Ausdauer), die Muskulatur (Kraft),  Koordination und die Gelenkstabilität werden gefordert. Neben dem Aspekt, dass man sich an der frischen Luft bewegt, bietet die umgebende Natur die nahezu uneingeschränkte Möglichkeit der Streckenvariation – wie kaum bei einer anderen Sportart. Auch gibt es praktisch keine Altersbeschränkung.

Wandern im Gebirge

Der Traum vieler Wanderer ist es, in gebirgigen Regionen auf Tour zu gehen. Freiheit und die Kraft der Natur – im Gebirge sind sie direkt zu spüren. Damit man auch wieder sicheren Fußes im Tal ankommt, gilt es, auf ein paar Dinge zu achten, erklärt Dr. Stefan Graf. Bergwandern setze einen gewissen körperlichen Trainingszustand und Wandererfahrung (Trittsicherheit, Orientierungssinn) voraus. Ab 1.500 M. ü. N. würden gerade Senioren oft schon den geringeren Sauerstoffgehalt der Luft spüren. Zudem sei eine mehrtägige Akklimatisierung erforderlich. Besondere Beachtung müsse auch der intensiven Sonneneinstrahlung gewidmet werden, empfiehlt Graf. Eine Kopfbedeckung, Hautschutz mit hohem Lichtschutzfaktor und  Sonnenbrille (UV 400)  seien unerlässlich. Im Winter können selbst an bedeckten Tagen die vom Schnee reflektierten UV-Strahlen die Hornhaut des ungeschützten Auges regelrecht verbrennen („Schneeblindheit“), mahnt Experte Graf.

Wandern bei Kälte

Die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur sei der größte „Energie- und Flüssigkeitsfresser“, weiß Dr. Stefan Graf. Diese Energie stehe nicht mehr für die Wanderleistung zur Verfügung. Dem müsse mit adäquater Kleidung (Zwiebelprinzip) und höherkalorischer Ernährung Rechnung getragen werden. Dabei gilt: Frieren ist oft ein Zeichen von Energiemangel! Obst und komplexe Kohlenhydrate (Vollkornbrot/Vollkornriegel) liefern Energie, ohne den Organismus durch große Blutzuckerschwankungen zu belasten. Wichtig ist es auch bei kalten Temperaturen, auf die Kopfbedeckung zu achten, denn die meiste Wärme gehe über den Kopf verloren, gefolgt von den Akren (Zehen und Fingerspitzen,

Tipps zum Einstieg:

  • Das richtige Schuhwerk auswählen, gerade im Gebirge  besonders wichtig
  • Streckenlängen langsam steigern, nicht übernehmen.
  • Achten Sie auf die richtige Ausrüstung (Regenjacke, Pulli, Sonnenschutz)
  • Nehmen Sie sich immer etwas zu trinken mit.
  • Im Gebirge sollten Sie besonders auf das Wetter achten.
  • Akklimatisieren Sie sich vor der Wanderung.
  • Wandern mit Freunden ist ein tolles Gemeinschaftserlebnis.
  • Genießen Sie die Natur!

Über den Autor:

Ralf Kerkeling

Ralf Kerkeling (46) ist freiberuflicher Sport-Journalist und Buchautor. Während einer mehrjährigen Tätigkeit beim TV entdeckte er das Schreiben für sich und wechselte schließlich die berufliche Richtung. Er gründete 2011 die PDF-Tageszeitung „news to go“ und schreibt für diverse Sportmagazine. Mit der Läuferbiografie „Running Wild“ konnte er sich als Autor erfolgreich ausprobieren.

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