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Wahrheit oder „Fake-News“? Manche Gerüchte über Lebensmittel halten sich hartnäckig. Die Orthomol Ernährungsexperten prüfen 5 gängige Küchenweisheiten:

1. Alkohol verfliegt beim Kochen!

Ja, irgendwann schon. Wasser verdampft schließlich auch irgendwann. Nur: Bei der Zubereitung der meisten Speisen bleibt durchaus noch Restalkohol im Gericht. Schwangere oder Kinder fahren also besser mit einer Bolognese Soße ohne Rotwein.

2. Mehl muss man sieben.

Kommt drauf an: Beim Sieben gelangt Sauerstoff an das Mehl, der den Teig zusammen mit dem Eiweiß Gluten kompakt und stabil macht- wie es bei Brotteig erwünscht ist. Kuchen soll allerdings lieber luftig und leicht werden, da wäre das Durchsieben kontraproduktiv. Früher siebte man Mehl immer, hauptsächlich um eventuelle Schädlinge zu entfernen….

3. Geflügel muss man vor der Zubereitung unter fließendem Wasser abwaschen.

Bloß nicht, sagen Mikrobiologen! Damit verteilt man durch das Spritzwasser (mikroskopische Spritzer landen unvermeidlich in einem Radius von mehreren Metern) nur ungeliebte Bakterien in der Küche, beispielsweise Salmonellen. Diese könnten so auf Nahrungsmitteln landen, die nicht mehr erhitzt werden, etwa Salat oder Nachtisch. Das Geflügel muss vor dem Verzehr ohnehin durcherhitzt werden, Waschen bringt da keinen Vorteil.

4. Ein Löffel im Flaschenhals hält offen Sekt frisch

Nein, das klappt nicht. Der Löffel hindert die Kohlensäure nicht daran, aus dem Flaschenhals zu strömen. Ein Korken nützt da schon eher.

5. Pilze und Spinat darf man niemals aufwärmen

Das ist für Erwachsene kein Problem, wenn die Rest möglichst schnell abgekühlt und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Am nächsten Tag dann für 2 Minuten auf mindestens 70 Grad erhitzen. Für Babys und Kleinkinder rät man allerdings von aufgewärmtem Spinat ab. Der Grund: Bakterien können das im Spinat enthaltene Nitrat zu Nitrit umwandeln, welches besonders für Kleinkinder gefährlich ist. Im Kühlschrank sind die Bakterien allerdings kaum aktiv, so dass die Spinatlasagne für Erwachsene auch am nächsten Tag noch gut essbar ist.

Vergiftungsgefahr?

Vor manchen Lebensmitteln wird gewarnt. Die Orthomol-Ernährungsexperten stellen einige „Früchtchen“ vor, die mit Vorsicht zu genießen sind. Was meinen Sie, stimmt es,

… dass Kratzer in der Teflonpfanne krebserregend sind?

Nein, das ist nicht wahr. Teflon (Polytetraflourethylen) ist recht reaktionsträge und richtet im Körper keinen Schaden an. Erst wenn es extremer Hitze ausgesetzt wird (z.B. weil die leere Pfanne auf dem Herd vor sich hin brät), können giftige Dämpfe entstehen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung schreibt, dass ab 360 Grad mit der Entstehung gesundheitsschädlicher Substanzen zu rechnen sei. Lebensmittel sind dann allerdings bereits verkohlt.

… dass Zimt und Muskatnuss Gift enthalten?

Es ist richtig, dass die Muskatnuss als giftig gilt. Der Verzehr ganzer Muskatnüsse ist lebensgefährlich, besonders für Kinder. Das Gift Myristicin ist aber auch in Dill und Petersilie enthalten. Ein wenig Abrieb als Würze im Kartoffelbrei ist allerdings unbedenklich. Auch Zimt und Waldmeister enthalten einen Stoff, der die Leber schädigen kann: Cumarin. Besonders der (günstigere) Cassia-Zimt enthält so viel von dem Stoff, dass Kleinkinder maximal 6 Zimtsterne pro Tag essen sollten – und auch nicht täglich. Erwachsene mit ihrem höheren Körpergewicht haben da deutlich mehr Spielraum. Wer sicher gehen will, kauft den etwas teureren Cylon-Zimt.

…dass man keimende Kartoffeln wegwerfen muss?

Kartoffeln bilden in Schale und Keimen das Gift Solanin, welches im Gegensatz zu den Giften mancher Hülsenfrüchte während des Kochens nicht zerstört wird. Gekeimte Kartoffeln also besser nicht mehr essen, und auch die Schalen lieber liegen lassen. Ganz kurze Keime (unter einem Zentimeter) kann man großzügig herausschneiden. Unreife Tomaten enthalten ebenfalls Solanin und sollten daher nicht verzehrt werden. Letztere reifen aber nach – also einfach noch ein wenig liegen lassen.

…dass rohe Bohnen extrem giftig sind?

Ja, das ist richtig. Rohe Bohnen enthalten das Gift Phasin. Die Pflanze schützt sich damit für Fressfeinden. Schon einzelne rohe Bohnen sind lebensgefährlich giftig, besonders für Kinder. Zum Spielen sind getrocknete Bohnen daher nur geeignet, wenn die Kinder nichts mehr in den Mund stecken. Rote Kidneybohnen enthalten ein anderes Gift, und auch Linsen sind nur gegart genießbar.

…dass Alufolie schädlich ist?

Aluminium ist nicht sehr giftig, aber es kann sich im Körper anreichern. Daher wird empfohlen, möglichst wenig Aluminium mit der Nahrung aufzunehmen. Bei Kontakt mit säurehaltigen oder salzigen Lebensmittel gelangt Aluminium aus Folie oder Aluschalen an die Lebensmittel. Es ist also sinnvoll, auf Alufolie lieber zu verzichten.

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