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Wer bestimmt, wie viel wir essen? Hunger ist leider nicht der einzige Faktor, der unsere Portionsgrößen einteilt. Verschiedene äußere und innere Reize haben Einfluss auf die Beladung unseres Tellers. Auf der Suche nach den Anstiftern zur Kaloriensünde finden Wissenschaftler bisweilen überraschende Zusammenhänge:

Das Auge isst mit

Klar, was gut aussieht, macht mehr Appetit, und auf übergroßen Tellern wirken selbst riesige Portionen „maßvoll“. Aber wer hätte gedacht, dass auch die Geschirrfarbe Einfluss auf die verputzte Kalorienzahl hat? Von blauen und weißen Gedecken aßen die Teilnehmer einer Schweizer Studie deutlich mehr Snacks als von einem roten Teller. Das gleiche Ergebnis erhielten die Forscher mit Getränken in verschiedenfarbigen Bechern: Rot ist offenbar auch am Esstisch ein Stoppsignal.

Dicke Kellner verkaufen mehr

Dass unsere Bestellung im Restaurant von der Atmosphäre abhängt, kann man sich gut erklären. Auch besonders sympathisches Personal mit speziellen Empfehlungen mag uns zu zusätzlichen Bestellungen verführen. Aber dass dicke Kellner (mit einem höheren Body-Mass-Index) uns verleiten, mehr Gerichte zu ordern, ist seltsam. Viermal häufiger verkauften in einer amerikanisch-europäischen Untersuchung beleibte Bedienungen ihren Kunden ein Dessert, außerdem gingen knapp ein Fünftel mehr alkoholische Getränke über den Tresen.

Spannung schlägt auf die Hüfte

Auch das Fernsehprogramm schlägt sich im Kalorienkonsum nieder: Testgucker griffen während eines spannenden Actionfilms deutlich häufiger zu den angebotenen Snacks als Kollegen, die eine Interviewsendung ansahen. So kamen in nur 20 Minuten durchschnittlich 354 kcal beim Actionfilm und 215 bei der Talkshow zu Stande. Die gute Nachricht: Werden gesunde Häppchen wie Gemüsesticks anstelle von Chips und schokolierten Erdnüssen angeboten, griffen die Probanden auch dort beherzt zu.

Was soll das Ganze?

Maßvoll essen gilt seit Jahrhunderten als Gesundheitselixier, etwa in Indien oder Japan. Auch im europäischen Kulturraum kannte man die Völlerei als „Sünde“. Heute können Ernährungswissenschaftler gut begründen, warum maßvolles Essen gesund hält. Leider ist uns die erwünschte Zurückhaltung nicht angeboren, sie fordert Disziplin. Forscher versuchen deshalb zu ergründen, was unsere Selbstregulation beeinflusst, und die Mechanismen dahinter zu verstehen.
Platte Lösungen wie rotes „Diätgeschirr“, ein spannungsfreier TV-Sender zur Gewichtsreduktion oder gar ein Höchstgewicht für Gastronomie-Mitarbeiter sind aber natürlich nur Quatsch.

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