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Titelbild des Orthomol Blogs

Kennen Sie das Gefühl des Dahingleitens, des „Sich-Fallenlassens“? Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie wachen auf, gehen ans Fenster Ihrer Winter-Ferienwohnung, öffnen den Fensterladen und sehen, dass es die ganze Nacht über geschneit hat. Schnee hat sich wie Puderzucker über die Landschaft gelegt und bietet im morgendlichen Sonnenschein ein Bild zum Schwärmen. Nach einem stärkenden Frühstück gehen Sie vor die Tür, nehmen sich ihre Langlaufski und gehen zu einer nahgelegenen, frischgespurten Loipe. In den nächsten zwei Stunden gleiten Sie entspannt durch märchenhafte Landschaften. Sie sind eins mit der Natur. Dieses Gefühl, durch den Schnee zu gleiten, hat eine unbeschreiblich euphorisierende Wirkung. Es macht glücklich und lässt einen die umgebende Landschaft in Ruhe genießen. Was will man mehr?

Was wie eine Beschreibung aus einer Traumwelt oder einem Reisekatalog klingt, soll Lust machen auf eine winterliche Aktivität, die von vielen Menschen, insbesondere den Ski-Alpinisten, häufig müde belächelt wird. Dabei steckt so viel Schönes im Langlauf. Aus diesem Grund wollen wir Sie, werte Leser dieses Blogs, in dieser Ausgabe motivieren, in diesem Winter ruhig mal etwas Neues auszuprobieren. 

Verletzungsarmer Sport 

Einer der offensichtlichsten Vorteile des Skilanglaufs: der ganze Körper arbeitet mit. „Herz-Kreislauf und die muskuläre Ausdauer werden trainiert. Durch eine Schulung der Koordination und der Balance stabilisiert sich die  Rumpfmuskulatur“, erklärt der Fachjournalist und Molekularbiologe Dr. Stefan Graf. So würden sich ebenfalls die Körperhaltung im Alltag verbessern und die Anfälligkeit für muskuläre Dysbalancen  – Hauptursache von Rückenschmerzen – sinken, so Graf weiter. Des Weiteren betont der Ausdauerexperte andere positive Eigenschaften der Wintersportart: „Die das Joggen so anspruchsvoll und muskulär belastende Flugphase, also das vertikale Abdrücken des gesamten Körpergewichtes vom Boden, entfällt beim Langlauf. Da kein die Beingelenke belastendes und  Muskelkater förderndes Abfangen des Körpergewichts erfolgt, ist Ski-Langlauf zudem sehr gelenk- und muskulaturfreundlich.“, weiß Dr. Stefan Graf. 

Auch ohne große sportliche Vorkenntnisse lässt sich Ski-Langlauf, idealerweise unter geschulter Anleitung, bis ins hohe Alter erlernen. Zwar ist es nicht ganz so einfach, wie es das Motto des deutschen Skiverbandes aus den 1970er vermuten lässt. „Wer gehen kann, kann auch Langlaufen“, hieß es da, aber unnötige Sorgen muss sich ein Einsteiger nun wirklich nicht machen. Auch die Angst vor Verletzungsgefahren kann Neu-Langläufern genommen werden. Zum einen ist Skilanglauf nicht so rasant, wie beispielsweise Ski-Alpin. Damit setzt man sich keinem so hohen Verletzungsrisiko aus. Zudem hält einen die Loipe in der Spur. Sollte man dennoch stürzen, liegt an den Seiten zumeist weicher Schnee – und der ein Sturz fällt weich aus. In Kombination mit dem Naturerlebnis ist Langlauf sicherlich eine Sportart für Genießer.

Auf die richtige Technik kommt es an

Einsteiger beginnen zumeist mit der dem Gehen sehr ähnlichen Diagonaltechnik. Der große Unterschied: auf eine Abdruck- folgt eine kurze Gleitphase. Die Arm- und Beinbewegung wird als Kreuzkoordination bezeichnet, da beide Extremitäten wechselseitig diagonal zueinander und immer nach vorne in Fahrtrichtung bewegt werden. Wichtig hierbei ist es, von Anfang an die richtige Technik zu lernen. Es empfiehlt sich also, beim Start einen Lehrer oder erfahrenen Langläufer hinzuzuziehen. Denn wer sich einmal die falsche Technik angewöhnt hat, wird diese schwer wieder umstellen können. Bevor man jetzt jedoch den schönen Sport wegen der Kosten „verteufelt“, kann man es ja zunächst einmal einen ausprobieren und prüfen, wie einem selbst das winterliche Vergnügen liegt. Auch in neue Ausrüstung muss man nicht direkt investieren, denn Leihskier sind für Einsteiger eine gute Wahl. Und seien Sie sicher: Ist die erste Hürde überwunden und der Ski gerät ins richtige Gleiten, kommt der Spaß sowieso von ganz alleine.

Tipps für einen sicheren und entspannten Einstieg in den Langlaufsport:

  • Einen Anfängerkurs besuchen, die Technik richtig erlernen.
  • Nicht zu viel auf einmal wollen.
  • Sich auf eine Langlauf-Stilart (Klassik oder Skating) konzentrieren.
  • Zu Beginn leichte Strecken auswählen (blau markiert).
  • Bei Ermüdung pausieren, Belastung langsam steigern.
  • Die Natur genießen.

Über den Autor:

Ralf Kerkeling

Ralf Kerkeling (46) ist freiberuflicher Sport-Journalist und Buchautor. Während einer mehrjährigen Tätigkeit beim TV entdeckte er das Schreiben für sich und wechselte schließlich die berufliche Richtung. Er gründete 2011 die PDF-Tageszeitung „news to go“ und schreibt für diverse Sportmagazine. Mit der Läuferbiografie „Running Wild“ konnte er sich als Autor erfolgreich ausprobieren.

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