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Titelbild des Orthomol Blogs

Sie ist da! ?Wir begrüßen ganz herzlich die kleine Emma Lina! Auf dass sie ein wunderschönes, spannendes und ganz sicher sportliches Leben haben wird. Und natürlich gratulieren wir auch ihrer Mama Mandy Minella und Papa Tim Sommer zu ihrem großen Glück. Vielleicht erinnert ihr euch: Im September führten wir bereits mit der mittlerweile 32-jährigen Tennisspielerin aus Luxemburg ein großes Schwangerschaftsinterview. Nun sind wir sehr gespannt, wie es ihr geht, wie sie die ersten Wochen nach der Geburt erlebt und welche Pläne sie hat.

Liebe Mandy, Deine kleine Tochter ist nun drei Monate alt. Wie geht es Euch beiden?

Mandy Minella: Danke, es geht uns wunderbar. Wir sind beide in Form. Emma entwickelt sich sehr gut und fängt an, neugierig zu werden. Jeder Tag bringt neue Überraschungen. Ich habe mich von der Geburt erholt und passe mich dem neuen Rhythmus mit Baby an.

Wie hast Du Dich entschieden: Stillst Du Emma?

Mandy Minella: Ja, ich stille die Kleine momentan noch voll. Da ich bald wieder ins Training und Turniergeschehen einsteigen möchte, werde ich so lange stillen, wie es mir möglich ist. Ich hätte nicht gedacht, dass Stillen am Anfang so kompliziert ist. Doch wenn die ersten schwierigeren Tage überstanden sind, ist es einfach eine wunderschöne intime Zeit, die man mit seinem Kind hat. Es baut eine starke Bindung auf. Aber es ist auch anstrengender im Alltag, da man immer bereit sein muss, wenn das Baby Hunger bekommt.

Eine ganz persönliche Frage: Hast Du es Dir eigentlich mit Baby genauso vorgestellt wie es jetzt ist?

Mandy Minella: Ich hatte keine klare Vorstellung oder Erwartung, was da auf uns zukommt. Bisher hatte ich wenig Erfahrung mit Kindern und habe nie wirklich mitbekommen, wie andere Eltern diese Zeit erleben. Obwohl die Themen Schlaf und Müdigkeit während der Schwangerschaft immer mal wieder bei Treffen mit Freunden angesprochen wurden und sie einem schmunzelnd zu verstehen gegeben haben, dass sich bald einiges ändern wird, haben wir die Nächte doch etwas unterschätzt. Man muss diese Zeit selbst erleben, um zu verstehen, was es bedeutet, wenn man monatelang nicht mehr als 3 bis 4 Stunden am Stück schläft. Glücklicherweise kann mir mein Mann sehr helfen. Seit wir alle wieder zuhause sind, hat er sein Schlafquartier im Wohnzimmer aufgeschlagen, damit wir uns die Nächte aufteilen können. Emmas Schlafphasen sind mittlerweile recht konstant: zwischen 3 und 4 Stunden. Die Woche nach der Geburt war das Schlafdefizit am schlimmsten. Ich habe sie so lange angeschaut, dass ich selber vergessen habe, zu schlafen – bis ich an einem Punkt angekommen war, dass die Müdigkeit fast unerträglich wurde.

Wie schaffst Du es zurzeit, Dich um Dich selbst zu kümmern? Selbst das Duschen ist ja nicht mehr so ohne weiteres möglich …

Mandy Minella: Ich habe effektiv noch nie so schnell in meinem Leben geduscht. Wenn Emma eingeschlafen ist, bin ich im Sprint durchs Badezimmer, um sie nicht zu lange alleine zu lassen. Die ersten Wochen sind natürlich eine Herausforderung. Ich musste mich an den neuen Rhythmus gewöhnen und wusste nicht, wie ich meine Zeit einteilen sollte. Das lernt man aber sehr schnell und man geht von Tag zu Tag routinierter und selbstbewusster mit der neuen Situation um. Ich habe Glück, dass Tim und meine Eltern sehr viel helfen können, so dass ich mir auch Zeit für mich nehmen oder mich hinlegen kann, wenn die Nacht zu kurz war. Meine Mutter kocht für uns, so dass wir sowohl mittags als auch abends oft bei ihnen sind und nicht selber in der Küche rotieren müssen. Diese Hilfe ist unbezahlbar.

In der Schwangerschaft hat sich der Körper verändert. Wie hast Du das rückblickend erlebt? Ist es für Dich als Spitzensportlerin schwieriger als für andere Frauen zu beobachten, wie der Körper „aus der Form gerät“?

Mandy Minella: Ich hatte meine Schwierigkeiten zu sehen, wie mein Körper sich während der Schwangerschaft verändert und dies zu akzeptieren. Mein Gewicht ging schnell hoch und mein Körpergefühl war weit weg von dem, wie ein Spitzensportler sich fühlt. Inzwischen bin ich mit Disziplin fast wieder auf meinem Idealgewicht und ich bin mir sicher, dass ich die frühere Form wiederfinden werde. Auch wenn mein Körper nicht mehr ganz so wie vor der Geburt aussieht, erinnert er mich daran, dass ich Großes geschafft habe. Und darauf kann ich stolz sein.

Wann wirst Du wieder mit dem Sport starten? Welche Körperpartien wirst Du besonders trainieren?

Mandy Minella: Bei mir als Leistungssportlerin sieht die Wiederaufnahme des Sports natürlich völlig anders aus, als beim Großteil aller frisch gebackenen Mamas. Ganz wichtig ist, dass ich dabei stets von Ärzten und Physiotherapeuten betreut werde. So habe ich bereits in der siebten Woche nach der Geburt wieder langsam mit Sport angefangen und versuche, mich nach und nach zu steigern. Anfangs habe ich nur Beckenboden-Übungen gemacht und bin Fahrrad gefahren. Ich habe mich gemeinsam mit einer Physiotherapeutin regelrecht an den Sport herangetastet. Bis auf intensive Sprünge und lange Läufe ist mittlerweile wieder alles möglich. In einem Kurzurlaub auf Mallorca Mitte Dezember haben wir auch den Tennisschläger in die Hand genommen. In den letzten Wochen sind wir schon wieder bei 6 Tagen Training mit 2 bis 4 Stunden Belastung. Ich muss jetzt wieder meine gesamte Muskulatur aufbauen – aber vor allem täglich an der Beckenbodenmuskulatur arbeiten und die gesamte Bauch- und Rückenmuskulatur regelmäßig fordern.

Benutzt Du draußen ein Tragetuch oder „transportierst“ Du die Kleine in einem Kinderwagen? Wart ihr zusammen schon mal auf dem Tennisplatz?

Mandy Minella: Wir gehen sehr gerne mit ihr raus. Wenn wir spazieren gehen, ist es für sie am gemütlichsten im Kinderwagen. Wir packen sie gut ein, und sie genießt die frische Luft. Ich bin ein Riesenfan von Tragetuch und Babytragehilfe, weil man sich frei bewegen kann und unsere Tochter sie auch sehr gerne mag. Wir waren einmal mit Emma auf dem Tennisplatz, als meine Eltern keine Zeit hatten, auf sie aufzupassen. Tim hatte sie in der Babytrage und mich dabei gecoacht. Es war eine lustige und spezielle Situation. Trotzdem sind wir froh, wenn die Großeltern während der Trainingszeiten auf sie aufpassen können.

Noch eine Frage zum Schluss: Hast Du einen ganz persönlichen Trick oder Tipp für die vielen werdenden Mamas da draußen, die sicherlich dankbar sind für jeden Hinweis?

Mandy Minella: Was ich persönlich super finde, sind Wickelbodys, die man nicht über den Kopf ziehen muss. Ich hatte mir einige gekauft, die man über den Kopf zieht, und habe sehr schnell festgestellt, dass es nicht sehr angenehm für das Baby ist. Solange sie den Kopf nicht selber heben können, ist jede Bekleidung, die man vorne schließen kann, von Vorteil. Das Tragetuch ist super, weil sich die Babys darin gut beruhigen und man selbst trotzdem noch Hausarbeit oder anderes erledigen kann.
Emma hat beim Baden außerdem immer sehr geschrien und es gar nicht genossen. Ich hielt sie mit einer Hand fest, so dass die Beine frei im Wasser planschen konnten. Das fand sie allerdings nicht so witzig. Nach einem Tipp meiner Schwiegermutter haben wir sie im Waschbecken auf ein Handtuch gelegt. Seitdem liebt sie das Baden, und es ist ein komplett anderes Erlebnis. Am Ende ist es doch am Allerwichtigsten, sich auf seinen Instinkt zu verlassen. Denn bei allen gut gemeinten Ratschlägen ist jede Situation anders und die Kleinen haben ihren eigenen Kopf.

Liebe Mandy, wir bedanken uns ganz herzlich für das sehr offene und interessante Interview!