Kommentare Suche Plus Facebook Facebook Youtube Instagram Youtube Instagram Schließen
Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden. Darüber hinaus setzten wir weitere Verfahren ein, um auf pseudonymisierter Basis Nutzeraktivitäten analysieren zu können. Einzelheiten hierzu und zu den Möglichkeiten eine solche Nutzung einzuschränken, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Algen? Müffeln am Strand vor sich hin oder glibbern einem beim Baden eklig um die Beine. Essensforscher behaupten trotzdem: Algen sind die Nahrungsmittel der Zukunft. Und tatsächlich finden die Meeresgewächse immer öfter den Weg auf unsere Teller.

Nachhaltig und gesund

Lebensmittelexperten wie die Münchner Trendforscherin Hanni Rützler sagen dem „Meeresgemüse“ weltweit eine steile Karriere voraus. Zum einen sind sie reichlich vorhanden und außerdem gut zu züchten, zum anderen gelten sie als gesund: Neben pflanzlichem Eiweiß enthalten sie wertvolle Mikronährstoffe, dafür aber wenig Kalorien und kaum Fett. Ihr hoher Jodgehalt ist allerdings ein zweischneidiges Schwert: Europäer, die nicht an die hohe Jodzufuhr gewöhnt sind, müssen sich vorsichtig herantasten. Wer bereits Probleme mit der Schilddrüse hat, fragt besser vorher den Arzt. Bei verpackten Produkten sollte der Jodgehalt übrigens angegeben sein. Zusätzliche Punkte als besonders gesundes „Meeresgemüse“ sammeln Algen als pflanzliche Quelle essenzieller Omega-3-Fettsäuren wie beispielsweise Docosahexaensäure (DHA).

Rot, grün, braun

Als schwarze, papierdünne Hülle um Sushi-Röllchen und asiatische Reiscracker haben Algen die Supermarktregale längst erobert. Es gibt allerdings hunderttausende Algenarten, von denen in Europa nur eine Handvoll als Nahrungsmittel zugelassen ist. Essbare Algen stammen aus allen drei großen Gruppen: Rotalgen (wie die Nori, die um den Sushi-Reis gewickelt sind), Grünalgen (wie Wakame, welche in japanischen Restaurants gern als Salat in Sesamsoße gereicht werden) und Braunalgen (wie beispielsweise Kelp, ein schnellwachsender Seetang, der derzeit in den USA beliebt ist).

Von „Backstage“ zur Hauptrolle

Selbst wer kein Fan japanischer Küche ist, hat wahrscheinlich schon Algenprodukte verspeist: Viele Zusatzstoffe der Lebensmittelherstellung wie Agar-Agar, Carrageen oder Alginate werden aus Algen gewonnen. In der Gourmetküche darf das Meeresgemüse dagegen ganz prominent auf den Teller: Da werden Dulse (Lappentang) oder Wakame zum Fisch gereicht, Kombu bildet eine geschmackvolle Einlage in Suppen. Gute Fischgeschäfte besorgen das Meeresgemüse frisch, ansonsten bieten Asialäden und Reformhäuser getrocknete Varianten an.

Nicht alles, was am Strand wächst, ist übrigens eine Alge: Der Queller (auch Meeresspargel oder Friesenkraut genannt) erfreut sich mit seinem salzig-pfefferigen Geschmack zwar ebenfalls steigender Beliebtheit unter Feinschmeckern, ist aber botanisch betrachtet keine Alge – sondern ein Fuchsschwanzgewächs. Jenseits der botanischen Spitzfindigkeiten dürfen wir uns auf ein wachsendes Angebot vegetarischer Meeresfrüchte freuen.

0 Kommentar

Kommentar schreiben

Ihr Kommentar ist für die anderen erst nach Freigabe sichtbar

In Action / 12.06.2018

Gerade im Sommer gehen Streetbasketballer auf den Courts der Großstadt vermehrt auf Punktejagd. In seinen wesentlichen Grundzügen ist das Spiel an den weltweit populären Hallensport Basketball angelehnt. Der entscheidende Unterschied: Es wird im Freien gespielt.

In Action / 05.06.2018

Kanufahren ist etwas für die ganze Familie. Auf den Flüssen und Seen der Republik tummeln sich in den Sommermonaten zahllose begeisterte Fans dieser Wassersportart. Warum das Kanu auch für den aktiven Sommerurlaub eine waschechte Alternative darstellen kann, haben wir auf der Lahn getestet.