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Titelbild des Orthomol Blogs

Tiere sehen die Welt anders als wir. Allein die Perspektive, aus der eine Maus oder ein Falke auf die gleiche Landschaft blicken führt zu unterschiedlichen Ergebnissen. Fliegen sehen 250 Bilder pro Sekunde – während unser „Film“ nur 18 Bilder pro Sekunde zeigt, dadurch nähert sich die „Klatsche“ aus Sicht der Fliege in Zeitlupe.

Aber auch die Farbwahrnehmung unterscheidet sich deutlich: Die meisten Säugetiere sehen hauptsächlich im grün-blau Bereich, denn ihnen stehen nur zwei Sorten der sogenannten Zapfen zur Verfügung, spezieller Sinneszellen für die Farbwahrnehmung. Menschen und Primaten haben eine weitere Zapfenart, die auf kürzere Wellenlängen (also rötliches Licht) reagiert. Vögel und Reptilien nehmen zusätzlich ultraviolettes Licht wahr, genau wie Insekten.

Blütenzarte UV-Kunstwerke

Blühende Pflanzen haben sich auf ihre wichtigste Kundschaft eingestellt – viele Muster und Zeichnungen ihrer Blüten sind für uns Menschen unsichtbar, für Bienen und Schmetterlinge mit ihrem „UV-Blick“ aber besonders verlockend. Mit der Software zweier Biologen aus England lässt sich der tierische Blick auf die Umgebung nachstellen. Das Programm ist kostenlos und darf auch zu Forschungszwecken genutzt werden.

Mit einfachen „Handyschnappschüssen“ funktioniert der Perspektivwechsel allerdings nicht: Schließlich müssen bei der Aufnahme auch die Wellenlängen abgebildet werden, die Menschen nicht sehen können, etwa  UV-Licht.  Unsere Mitbewohner Hund und Katze besitzen weniger Zapfen, was ihr Farbspektrum einschränkt.  Dafür sind sie mit mehr sogenannten Stäbchenzellen besser gerüstet, sich in der Dämmerung zu orientieren.

Ich sehe was, was Du nicht siehst

Wie genau Tiere sehen, ist übrigens nicht leicht herauszufinden: Die Ausstattung mit bestimmten Sinneszellen gibt zwar Hinweise darauf, welche Wellenlängen überhaupt registriert werden können. Die tatsächliche Farbwahrnehmung hängt aber von der Weiterverarbeitung durch Nerven und Gehirnzellen ab. Die Forscher müssen deshalb mit Hilfe von Verhaltenstests auf das Farbempfinden zu schließen. Ob „Fiffi“ oder „Kitty“ der neue Wandanstrich gefällt, lässt sich daher auch mit der neuen Software nicht vorhersagen. Zumal Schönheit auch bei Tieren im Auge des Betrachters liegen dürfte.

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