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Bakterien im Essen – das wollen die meisten lieber vermeiden. Es gibt allerdings auch nützliche Exemplare – die sogenannten Probiotika. Ein besonders prominenter Vertreter dieser freundlichen Bakterien ist Laktobazillus. Für seine vielfältigen Hilfsleistungen an den Menschen ist er mit dem Titel „Mikrobe des Jahres 2018“ ausgezeichnet worden.

Laktobazillus begleitet uns spätestens seit der Geburt. Das Baby nimmt die Bakterien während der Passage durch den Geburtskanal von der Mutter auf. Später siedelt es in unserem Darm und macht bestimmte Ballaststoffe verfügbar. Diese sogenannten Präbiotika haben wiederum Einfluss auf die gesamte Darmflora. Laktobazillus sorgt also mit dem richtigen „Futter“ für eine menschenfreundliche Nachbarschaft unter den Darmbakterien. Eine gesunde Darmflora ist nicht nur für Verdauung und Stoffwechsel wichtig – sie bildet auch ein darmeigenes Immunsystem, das direkt Einfluss auf die Gesundheit hat.

Laktobazillus macht das Essen haltbar

Laktobazillen leben gerne in Milch – wie ihr Name schon sagt. Vermehren Sie sich dort gut, wird die Milch „sauer“ – so entsteht Joghurt, Kefir oder Käse. Wahrscheinlich entdeckten unsere Vorfahren vor einigen tausend Jahren eher zufällig das Potential solcher Lebensmittel, die durch Mikroben wie Laktobazillus veredelt worden waren: Die Bakterien fermentieren Kohlenhydrate zu Säure, der pH-Wert sinkt, und schädliche Mikroben haben es in dem sauren Lebensraum schwerer. Dadurch wird das Essen länger genießbar. Das muss vor der Erfindung des Kühlschrankes ein unschätzbarer Vorteil gewesen sein – Laktobazillen wurden zu sorgfältig umsorgten Verbündeten. Mit unterschiedlichen Bakterienstämmen und dem Spiel mit verschiedenen Umweltbedingungen wie etwa der Temperatur oder der Fermentationsdauer erhält man darüber hinaus viele kulinarisch spannende Variationen des Themas Milchsäuregärung.

Probiotika heißt „für das Leben“

Den Begriff Probiotika prägte der russische Nobelpreisträger Ilja Iljitsch Metschnikow (1845-1916) vor über 100 Jahren. Er beobachte bereits, dass bulgarische Bauern von ihren mit Milchsäurebakterien vergorenen Lebensmitteln gesundheitlich profitierten. Neben Milchprodukten lassen sich auch andere Lebensmittel wie Sauerkraut, Gemüse oder Brotteig vergären (fermentieren). Weltweit werden etwa 5000 Lebensmittel mit Hilfe von Laktobazillus hergestellt, schreibt die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM), welche die Mikrobe des Jahres proklamiert.

Laktobazillus ist Mitarbeiter des Monats

Inzwischen kommt Laktobazillus auch als Industriearbeiter zum Einsatz. So lassen sich durch die Verknüpfung von Milchsäure-Teilchen zu langen Ketten Kunststoffe herstellen, die komplett biologisch abbaubar sind, etwa für die Landwirtschaft.

Orthomol ist schon lange ein Freund der Laktobazillen: Daher haben wir den Milchsäurebakterien in der Produktion unserer Produkte Orthomol Immun Pro, Orthomol Natal, Orthomol Pro Cran Plus und Orthomol Pro Basic Plus herzlich zur Auszeichnung „Mikrobe des Jahres“ gratuliert und sie zusätzlich zum „Mitarbeiter des Monates“ ernannt. 😉

1 Kommentar

Ilona gepostet am Sonntag, 16. September 2018:

Kann ich das Granulat in Wasser oder Saft auflösen und über den Tag verteilt trinken? Ich habe gehört, dass die Vitamine und Mineralstoffe durch Licht und Luft unwirksam werden.
Vielen Dank für eure Antwort.

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