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Titelbild des Orthomol Blogs

Per „Spritze“ haben chinesische Forscher Mäusen einen „Super-Sehsinn“ verpasst: Die behandelten Nager konnten mehr als 10 Wochen lang Infrarotlicht erkennen, das normalerweise unsichtbar ist. Die Technik, so die Forscher, funktioniert theoretisch auch beim Menschen. Welchen praktischen Nutzen das haben könnte, erläutern die Wissenschaftler aber nur sehr vage.

Säugetiere – und damit auch wir Menschen – können Licht mit einer Wellenlänge zwischen 400 und 700 Nanometern sehen. Infrarotlicht mit deutlich längeren Wellenlängen bleibt unserem Sehsinn dagegen bisher verborgen. Chinesischen Wissenschaftlern ist es nun gelungen, Mäusen per Injektion „Superaugen“ zu geben, mit denen sie solches unsichtbares Infrarotlicht wahrnehmen können. Dazu entwickelten sie Nanopartikel, die als Lichtwandler wirken: Werden sie mit Infrarotlicht (Wellenlänge 980 Nanometer) bestrahlt, geben sie kürzerwelliges Licht (535 Nanometer) ab, das die Sehzellen des Säugetier-Auges erfassen können.

Ich sehe was, was Du nicht siehst

Die Nanopartikel lagerten sich an den natürlichen Photorezeptoren der Mäuseaugen an. In entsprechenden Versuchen konnten die Forscher zeigen, dass die Mäuse mindestens 10 Wochen lang Infrarot-Signale erkennen konnten. Die Behandlung schädigte die Netzhaut der Versuchstiere nicht und störte auch nicht den natürlichen Sehsinn der Nager, berichten die Wissenschaftler.

Wofür Mensch oder Maus Infrarotsicht braucht, erläutern die Autoren der Studie allerdings nur in einem Nebensatz: Im Sicherheitsbereich oder dem Militär könnte es von Vorteil sein zu sehen, was anderen verborgen bleibt. Außerdem hofft man auf medizinische Anwendungen, etwa bei der Therapie von Farbenblindheit. Bis die Nano-Injektionen für Menschen zugelassen werden, dürfte es allerdings noch einige Zeit dauern.

Photo by helga lei, Adobe Stock

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