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Rohkost ist für die Figur besser als Fast Food, das ist allgemein bekannt. Ein aufwändiges Experiment zeigt jetzt, dass der Verarbeitungsgrad des Essens eine Rolle dafür spielt, wieviel Kalorien aufgenommen werden – und das obwohl die Energiedichte nahezu gleich gehalten wurde und die Versuchspersonen nur so viel essen sollten, wie sie mochten. Fazit: Fertigprodukte machen dick.

28 Tage lang lebten 20 Studienteilnehmer unter Laborbedingungen – und aßen ausschließlich, was Ihnen vorgesetzt wurde. Von den angebotenen Mahlzeiten und Snacks durften sie dabei so viel wählen, wie sie mochten. Eine Gruppe erhielt fast nur hochverarbeitete Lebensmittel, die andere solche mit einem niedrigen Verarbeitungsgrad, also relativ naturbelassene Nahrungsmittel. Die Wissenschaftler bemühten sich aber, bekannte Nachteile von Fertigprodukten auszugleichen und setzen ihnen beispielsweise Ballaststoffe zu. Der Gehalt an Gesamtkalorien, Zucker, Fett und Salz wurde ebenfalls möglichst gleich gehalten. Trotzdem nahmen die Versuchsteilnehmer täglich etwa 500 Kilokalorien mehr zu sich als die Vergleichsgruppe – und entsprechend Körpergewicht zu.

Frisches macht schneller satt

Das Frühstück mit hochverarbeiteten Lebensmitteln bestand aus Rührei auf Basis einer Fertigmischung, Weißbrot oder Frühstücksflocken, Obst gab es aus der Dose (etwa Pfirsiche). Die Vergleichsgruppe bekam beispielsweise Haferlocken, Walnüsse, Naturjoghurt und frisches Obst. Gab es Rührei, wurde es aus ganzen Eiern zubereitet. Neben viel frischem Obst und Gemüse bekam diese Gruppe auch Fleisch und Fisch, aber auch Reis, Nudeln oder Bratkartoffeln aufgetischt. Typische Mittagsgerichte aus Fertigprodukten waren Chili con Carne, Ravioli oder Burger. Außerdem wurde dieser Gruppe Diätlimonade angeboten, Wasser war für alle jederzeit verfügbar. Die präsentierten Portionen waren in etwa doppelt so groß, wie der berechnete Energiebedarf des jeweiligen Probanden. Die „Frische Kost“ war übrigens mit 151 Dollar pro Woche 42 Prozent teurer als die Fertignahrung (106 Dollar).

Einfaches Fazit

Die Versuchsteilnehmer wurden je zwei Wochen mit der einen, dann mit der anderen Diät ernährt. Mit hochverarbeiteten Lebensmitteln nahmen alle etwa 500 Kilokalorien mehr zu sich. Dieser Effekt zeigte sich unabhängig von ihrem Körpergewicht zu Beginn des Experimentes oder von ihrem Geschlecht. Die Autoren schließen daraus: Anstatt sich über die „richtige“ Menge an Kohlehydraten, Fetten oder gar einzelne „Superfoods“ zu streiten, könne man eine Empfehlung in Sachen zum Gewichtsmanagement als gesichert ansehen: Vermeiden Sie stark verarbeitete Lebensmittel.

Photo by karepa, © Adobe Stock

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