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Bunt, abwechslungsreich und das ganze Jahr über mit frischem Obst und Gemüse  – die „Mittelmeerdiät“ enthält besonders viele wertvolle Lebensmittel mit allen wichtigen Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, essentiellen Fettsäuren und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Wer sich an die entsprechenden Empfehlungen hält, lebt tatsächlich gesünder als der Durchschnitt. Trotzdem hat sich nördlich der Alpen der entsprechende Ernährungsstil nicht richtig durchgesetzt. Forscher der Universität Kopenhagen untersuchten daher, ob nicht auch in der gutbürgerlichen Küche ihres Heimatlandes gesundheitsfördernde Lebensmittel versteckt sind. Sie werteten die Ernährungsdaten von mehr als 50.000 Dänen aus und fanden heraus: Die „Nordic Diet“ kann es mit der Mittelmeerdiät in Sachen Gesundheit aufnehmen – vorausgesetzt sie besteht aus hochwertigen, traditionellen und überwiegend pflanzlichen Lebensmitteln.

Vollwertig trotz kühlem Klima

Besonders lebensverlängernd wirkte sich der Untersuchung zufolge ein hoher Verzehr von Kohl und Roggenvollkorn aus. Letzteres wird beispielsweise oft im landestypischen Knäckebrot verbacken und enthält neben vielen anderen Mikronährstoffen reichlich Ballaststoffe. Fetter Fisch wie Hering oder Lachs liefern essentielle Omega-3-Fettsäuren.  Darüber hinaus sind Hafervollkorn (Haferflocken), Beeren und Wurzelgemüse besonders wertvolle Lebensmittel der traditionellen Ernährung im Norden. Die Forscher errechneten für die Nordic Diet einen ähnlich günstigen Einfluss wie für die Mittelmeerdiät, weisen aber selbst darauf hin, dass die Ergebnisse aus statistischen Gründen nicht leicht zu vergleichen sind.

Ganzjährig regional und ausgewogen

Genau genommen stehen die Ergebnisse der Untersuchung nicht im Widerspruch zu den Empfehlungen der mediterranen Kost: Fisch, Gemüse und Vollkornprodukte sind gesund – besonders, wenn sie nur wenig verarbeitet wurden. Ob es sich dabei um gegrillte Dorade auf Zucchini-Gemüse oder Hering mit Knäckebrot und Rote-Beete-Salat handelt, ist offenbar weniger wichtig. Das lässt gesundheitsbewussten Genießern Raum, ihrem eigenen Geschmack zu folgen und bewussten Essern, sich aus dem regionalen Anbau zu bedienen – auch wenn der in der kalten Jahreszeit eher Kohl als Paprika bietet.

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