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Titelbild des Orthomol Blogs

Meinen ersten Kontakt zu der Trend-Sportart hatte ich nicht, wie man vermuten könnte, am Meer, einem See oder sonstigen offenen Gewässer. Nein, es war an einem warmen Sonnentag, und ich bewegte mich mit einem Kanu durch das weit verzweigte Kanalnetz Hamburgs. Schon die Möglichkeit, mit dem Kanu durch Hamburg zu fahren, überraschte mich damals sehr. Nun musste ich feststellen, dass der Hamburger sich noch lieber auf einem riesigen Surfbrett stehend und mit einem Paddel bewaffnet über die traumhaft liegenden Flusswege bewegte.

SUP, oder in der Langfassung „Stand Up Paddling“, ist mir seit diesem Aufenthalt in der Hansestadt fortan des Öfteren unter die Augen gekommen. So auch bei meinem diesjährigen Sommerurlaub in Frankreich, wo von früh bis spät zahlreiche „Stehpaddler“ mit ihren Boards entlang der Küsten der Normandie ihre Bahnen zogen. Nun hat das SUP-Surfen ansonsten recht wenig mit dem weitaus bekannteren Wellenreiten oder Windsurfen zu tun. Der einzige gemeinsame Nenner ist das Board. Der Spaß kommt jedoch auch bei dieser Sportart nicht zu kurz, und seien wir ehrlich, es ist auch ein wenig einfacher zu erlernen, als die weitaus akrobatischeren Surfvarianten. Ein guter Trainingseffekt für den Körper ist jedoch ebenfalls gegeben.

Fitnesstraining auf dem Wasser

„SUP verlagert das, was man im Fitnessstudio z.B. mit einem Schlingentrainer oder Balanceboard trainiert, aufs Wasser. Körperstabilisierung quasi von der Zehen- bis zur Nasenspitze und Balancegefühl werden geschult. Dazu kommen die dynamische Bewegung im Schulter-Brust-Armbereich sowie die Verbesserung der Proprio(re)zeption, also der auch Tiefensensibilität genannten Wahrnehmung der eigenen Körperposition“, kann Gesundheitsexperte Dr. Stefan Graf der Sportart viele positive Eigenschaften abgewinnen. „Insgesamt erfordert SUP eine recht komplexe Aktivierung aller großer Muskelgruppen – man kann es als Functional Training im wassersportlichen Design begreifen“, so Dr. Graf. Insbesondere werden durch das Paddeln vor allem die Schulter- und Armmuskeln sowie der Trizeps gestärkt. Durch die Haltung auf dem Longboard ist der Körper von Kopf bis Fuß auf Spannung. Durch das ständige Ausbalancieren werden Beine und die Tiefenmuskulatur im Rumpf trainiert. Dieser Umstand macht sich für die Rückenmuskulatur positiv bemerkbar.

Ansonsten kann sich der geneigte Stehpaddler auf nahezu jedem Gewässer mit seinem Paddel vorwärts bewegen. Selbst der Gang in die Wellen ist für SUPler möglich. SUP ist eine Empfehlung für alle, die etwas Neues ausprobieren möchten, für den nächsten Urlaub oder, wenn Sie sich auf heimischen Gewässern einfach mal anders fortbewegen möchten.

Das brauchen Sie für das Stand Up Paddling

Sie sollten sich im Fachhandel beraten lassen. Empfehlenswert ist ein Brett von mindestens 2,50 Meter Länge bis zu vier Metern. Experten empfehlen zum Einstieg ein Longboard mit einer Länge zwischen drei Metern und 3,60 Metern. Zusätzlich benötigt man ein Paddel. Dieses sollte etwa 30 bis 40 Zentimeter größer als man selbst sein. Die Preise für die Boards starten bei etwas 600 Euro.

Weitere Informationen zu dem Thema sind über die Seite des Deutschen Stand-Up-Paddle-Verbandes zu finden: www.gsupa.com.
Dort findet man auch die Orte in Deutschland, wo man Einsteigerkurse buchen kann.

Tipps für den Einstieg:

  • Das Paddel richtig herum halten. Fragt notfalls nochmal nach.
  • Eine Leash im Meer benutzen (Schlaufe und Seil, die Fuß und Brett miteinander verbinden und bei einem Herunterfallen das Board nicht wegschwimmen lassen).
  • Nicht zu große Wellen aussuchen. Kleine Wellen zwischen 30 Zentimeter und einem Meter reichen zu Beginn.
  • Beim Paddeln aufpassen, dass die Wege anderer Wassersportler nicht gekreuzt werden.
  • Beim Fahren nicht zu sehr auf das Brett schauen, sondern auf den Horizont.
  • Nicht nur mit den Armen paddeln sondern den gesamten Körper einsetzen.
  • Die Bretter nicht auf Asphalt oder Beton fallen lassen, sie könnten brechen oder Risse davontragen.

 

Ralf Kerkeling

Ralf Kerkeling (46) ist freiberuflicher Sport-Journalist und Buchautor. Während einer mehrjährigen Tätigkeit beim TV entdeckte er das Schreiben für sich und wechselte schließlich die berufliche Richtung. Er gründete 2011 die PDF-Tageszeitung „news to go“ und schreibt für diverse Sportmagazine. Mit der Läuferbiografie „Running Wild“ konnte er sich als Autor erfolgreich ausprobieren.

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