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Titelbild des Orthomol Blogs

Mickrige Portionen sind für viele Restaurantbesucher ein Minuspunkt. Tatsächlich sind die Portionsgrößen in der Vergangenheit immer größer geworden. Ernährungswissenschaftler wollen angemessene Portionen als Kampf gegen die grassierende Übergewichts-Epidemie einsetzen. Eine Britische Stiftung (British Nutrition Foundation, BNF) hat einen Leitfaden veröffentlicht, der im Alltag beim Schätzen der richtigen Mengen helfen soll.

Die Augen und der Magen

„Menschen zählen Kalorien mit den Augen – und nicht mit dem Magen“, lautet das Fazit großer Studien zur Verzehrmenge unter verschiedenen Bedingungen. Menschen essen etwa 30 Prozent mehr, wenn ihr Teller unbemerkt immer wieder aufgefüllt wird. Bisherige Forschungen zeigen, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene mehr verspeisen, wenn sie vor großen Portionen sitzen. So aßen Frauen etwa 20, Männer sogar etwa 30 Prozent mehr wenn das Essen in Schüsseln auf dem Tisch stand, als wenn es auf dem Herd blieb und die Teller dort gefüllt wurden. Bei Versuchen mit Eiscreme führten auch größere Schüsseln und Löffel zu mehr Verzehr. Anfang des Jahrtausends schlussfolgerten Forscher, dass Hunger und Sättigung nur einen überraschend kleinen Einfluss darauf haben, wieviel wir essen.

Über den Daumen gepeilt

Die Portionsgröße könnte also ein wichtiger Hebel für eine ausgewogene Energiebilanz sein. Vor diesem Hintergrund ist es interessant, dass die Portionen in der Vergangenheit immer größer geworden sind. Schon auf historischen Gemälden vom letzten Abendmahl lässt sich zeigen, wie die Portionsgrößen zwischen dem Jahr 1000 und 1700 um 70 Prozent zunahmen. Bis ins 20. Jahrhundert stieg die Essensmenge auf den Tellern immer weiter.

Richtschnur für das Bauchgefühl

Ein Leitfaden aus England gibt ganz konkrete Hilfen, was eine angemessene Portion ist. Bei durchschnittlichem Energieverbrauch sind das beispielsweise zwei Hände voll (trockener) Nudeln. Eine Fisch- oder Fleischbeilage darf danach etwa so groß wie die halbe Handfläche sein, und wer gerieben Käse über sein Essen streut, soll pro Portion etwa ein Käsestück in der Größe zweier Daumen verarbeiten. Auswärts gilt: Aufessen ist nicht mehr zeitgemäß. Und üppige Portionen sind nur für solche Gäste ein Mehrwert, die ihr Geld mittelfristig in „Hüftgold“ anlegen möchten.

 

1 Kommentar

Sandra Ücker gepostet am Dienstag, 19. März 2019:

Am heftigsten empfinde ich es in Eisdielen, diese inzwischen Riesen Eisbecher, passend zu den Riesen Bäuchen ;-)

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