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Wie haben Sportler, ob im Hobby- oder Profibereich, eigentlich vor der Massagerolle ihre Muskeln bearbeitet, um sie nach einer Belastung wieder in die Entspannung zu bringen? Betrachtet man den Bekanntheitsgrad der schwarzen Hartplastikrolle möchte man fast meinen, zahlreiche Masseure seien nun arbeitslos geworden. Dies ist natürlich nicht der Fall, ist doch die Behandlung durch den Profi immer noch eine viel genauere Art, den Körper und seinen Bewegungsapparat in Schwung zu halten.

Jedoch kann sich jeder Sportler mit der Rolle auch selbst ein gutes Stück behelfen. Durch das Rollen werden die sogenannten Faszien geschmeidig gehalten, man kann Verletzungen vorbeugen. „Faszien sind neben Knochen und Sehnen Teil des Bindegewebes im menschlichen Körper, welcher diverse Aufgaben erfüllt. Die Faszie des Menschen kann man sich als Tauchanzug vorstellen, den wir sowohl oberflächig tragen, der uns aber zugleich auch durchdringt und alle weiteren Gewebsarten (Muskeln, Sehnen, Knochen, Gefäße, etc.) miteinander verbindet. Die Faszie ist also ein körperweites Zugspannungsnetzwerk, welches ein interagierendes System für Bewegungsqualität, Elastitzität, Haltung, Schmerzen und neuronaler Kommunikation darstellt“, erklärt Athletiktrainer Timo Kirchenberger.

Was genau bewirkt die Massagerolle?

Die Rolle ist ein Massagewerkzeug zur Stimulation des myofaszialen Gewebes, sagt Experte Kirchenberger. Inwiefern die Massagetechnik tatsächlich wirkt sei jedoch noch nicht hinreichend erforscht, so Kirchenberger weiter. Langfristiges und regelmäßiges Faszientraining soll zu einer Verbesserung der Faszienstruktur und des Fasziengewebes induzieren, wodurch Schmerzen reduziert, Beweglichkeit verbessert und wir insgesamt leistungsfähiger werden.
Die Faszienrolle sollte als ergänzendes Tool in das WarmUp integriert werden, kann aber auch unabhängig vom Sport als Massagetool genutzt werden. „Die Massagerolle ersetzt nicht das allgemeine Erwärmen, sondern ist als effiziente Ergänzung anzusehen“, klärt Kirchenberger auf.

Für wen eignet sich die Blackroll?

Alle, die regelmäßig trainieren, ihre Beweglichkeit verbessern wollen und die Körperwahrnehmung sowie das Schmerzempfinden verbessern wollen. Besonders in fortschreitendem Alter nimmt das Faszientraining einen zunehmenden Stellenwert ein, da die Elastizität des Gewebes im Alter abnimmt. Besonders Menschen in bewegungsarmen Berufen oder Sport-Neulingen ist eine regelmäßige Faszienhygiene zu empfehlen. Grundsätzlich kann die Massagerolle sowohl vor, als auch nach dem Training eingesetzt werden. Vor dem Sport etwas kürzer und mit der dynamischeren Rolltechnik, um das Gewebe für die Belastung vorzubereiten. Nach dem Sport mit besonders langsamem Rollen sowie punktuellen Massagetechniken, um die Regeneration zu fördern.

Egal, wo wir die Rolle benutzen, wollen wir immer den „sweet spot“ lokalisieren. Damit sind die besonders festen, sensiblen und schmerzhaften Areale des Körpersegments gemeint, in denen wir für Entspannung sorgen wollen. Die schlechte Nachricht ist: Hat man solch einen Punkt gefunden, fängt man an zu schwitzen, verspürt einen intensiven Druckschmerz und es fällt schwer zu atmen. Die gute Nachricht: Hält man es lang genug (mind. 60 Sek.) aus, wird sich der Druckschmerz reduzieren und es werden sich im Anschluss diverse Verbesserungssymptome einstellen (verbesserte Beweglichkeit, weniger Schmerzempfinden, „Leichtigkeitsgefühl“ bis hin zu besserer Laune).

Nachfolgend finden Sie Übungen des Athletiktrainers Timo Kirchenberger.
Pro Körpersegment und Körperseite sollte man mindestens 90 Sekunden Massage einrechnen. Die Übungsbeschreibungen finden Sie jeweils beim ersten Bild der Übungsreihe. Viel Spaß beim Nachmachen!

Fotos: Ruben Elstner

 

 

Ralf Kerkeling (46) ist freiberuflicher Sport-Journalist und Buchautor. Während einer mehrjährigen Tätigkeit beim TV entdeckte er das Schreiben für sich und wechselte schließlich die berufliche Richtung. Er schreibt für diverse Sportmagazine. Mit den Büchern „Running Wild“ und „Passion Laufen“ konnte er sich als Autor erfolgreich ausprobieren.

 

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