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Titelbild des Orthomol Blogs

Forscher aus Taiwan haben die Daten von knapp 40.000 Bürgern auf der Suche nach einem Zusammenhang zwischen dem Risiko für eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD) und der Luftqualität durchsucht. Ihre Ergebnisse deuten auf ein erhöhtes Risiko durch die Luftverschmutzung hin.

Dass Autoabgase nicht besonders gesundheitsförderlich sind, ist einleuchtend und auch wissenschaftlich belegt. So ist beispielsweise bekannt, dass die Immunabwehr und das Herz-Kreislauf-System unter einer hohen Schadstoffbelastung leiden. Eine statistische Analyse hat nun Hinweise ergeben, dass auch die Augengesundheit Schaden nehmen könnte, wenn die Luftqualität schlecht ist.

Sind Abgase schädlich für die Sehkraft?

Alle einbezogenen Datensätze bezogen sich auf Personen über 50 Jahren, deren Gesundheitszustand über etwa 11 Jahre beobachtet wurde. Anhand ihrer Daten zum Wohnort berechneten die Forscher ihre Belastung mit zwei Luftschadstoffen, nämlich Stickstoffdioxid und Kohlenmonoxid. Diejenigen Probanden, die im Alltag der höchsten Luftverschmutzung ausgesetzt waren, hatten statistisch ein deutlich höheres Risiko, an einer AMD zu erkranken. Dabei lagen die berechneten Mittelwerte für die Schadstoffbelastung zwar über dem in Deutschland zugelassenen Jahresmittel, aber innerhalb der Spanne, die an verkehrsreichen Strecken regelmäßig erreicht werden.

Die Forscher haben sich bemüht, andere Risikofaktoren für die Entstehung einer AMD wie Alter, Geschlecht und bestehende Grunderkrankungen aus ihrer Analyse herauszurechnen. Eine wichtige Information fehlte den Wissenschaftlern dafür allerdings: Die Datensätze lieferten keinen Hinweis darauf, ob jemand rauchte. Trotzdem halten die Autoren der Studie ihre Ergebnisse für äußerst relevant, schließlich ist die AMD eine der häufigsten Ursachen für Erblinden im Alter. Allein in Deutschland sind fünf bis sechs Millionen Menschen betroffen. Schadstoffe wie Stickstoffdioxid fördern oxidativen Stress und Entzündungsreaktionen im Körper und könnten so an der Zerstörung der Netzhaut beteiligt sein, mutmaßen die Wissenschaftler. Weitere Untersuchungen sollen die Verbindung zwischen AMD und Luftverschmutzung näher beleuchten.

Photo by Alexander Borisenko, Adobe Stock