Kommentare Suche Plus Facebook Facebook Youtube Instagram Youtube Instagram Schließen
Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden. Darüber hinaus setzten wir weitere Verfahren ein, um auf pseudonymisierter Basis Nutzeraktivitäten analysieren zu können. Einzelheiten hierzu und zu den Möglichkeiten eine solche Nutzung einzuschränken, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Titelbild des Orthomol Blogs

Tief atme ich durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Mein Körper ist im Gleichklang. Ich bin entspannt und fühle mich stark und gut. Hört sich toll an, oder? Ganz so einfach war mein Weg zu dieser Erkenntnis, beim Ausprobieren einer für mich neuen Trainings- und Fitnessform, nicht. Um was es geht? Pilates ist das Stichwort – einer neben dem Yoga recht populär gewordenen Trainingsmethode, die Körper und Geist schulen soll. Das Augenmerk des rund 500 Übungen umfassenden Trainingsprogramms liegt dabei auf der Schulung der Körpermitte und dient somit auch einer besseren Körperhaltung. „Pilates verbessert die aufrechte Körperhaltung und wirkt durch die ausgewogene Aktivierung gegeneinander arbeitender Muskeln fehlhaltungsbedingten Beschwerden entgegen“, sagt Gesundheitsexperte Dr. Stefan Graf.

Auf Pilates bin ich durch meinen Job aufmerksam geworden. Immer mehr Läufer und Sportler in meinem Umfeld fingen an, sich mit Yoga oder eben Pilates zu beschäftigen. Um die Unterschiede kurz anzusprechen: Yoga ist in diesem Vergleich die umfassendere und traditionellere Trainingsmethode, ist deutlich mehr auf die mentale Ebene ausgerichtet, als der jüngere Bruder Pilates. Pilates hingegen ist einfacher zu erlernen, die Bewegungsabläufe sind nicht so komplex. Für mich waren zunächst beide Trainingsformen in der Umsetzung bömische Dörfer. Und wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich ein wenig darüber gelächelt. Das soll Training sein? Ein wenig rumliegen, sich verrenken, gut dieser Aspekt hat mich eher abgeschreckt, wie kann man sich denn überhaupt so bewegen? Schwitzt man überhaupt dabei? Ich wurde eines Besseren belehrt. Beide Formen sind effektiv, ich habe geschwitzt und an der richtigen Atmung arbeite ich noch.

Das Zwerchfell macht mit

Im Gegensatz zum Yoga, wo die Atmung durch die Nase erfolgt, wird beim Pilates durch die Nase ein und durch den Mund ausgeatmet. Das ist ein entscheidender Unterschied. Auch wird bei Pilates das Zwerchfell in den Atmungsvorgang einbezogen. Das richtige Einsetzen, bedarf etwas Übung. Die einzelnen Fitnessstufen lassen sich bei Pilates beliebig anpassen und steigern. Somit richtet sich Pilates an sämtliche Altersgruppen und Fitnesslevel. „Beim Pilates geht es nicht um Siegen und Rekorde. Nicht die Quantität, sondern die Qualität der Übungsausführung zählt“, erklärt dann auch Dr. Stefan Graf. „Das Herz-Kreislauf-System wird weniger beansprucht. Daher empfiehlt sich ein begleitendes Ausdauertraining, d. h. mindestens zweimal wöchentlich den Kreislauf für mindestens 30 Minuten mit Joggen, Walken, Radfahren in Schwung bringen“, ergänzt Dr. Graf.

Weniger ist mehr

Das Schöne an dieser Trainingsform ist, dass man eigentlich nichts weiter benötigt, außer einer Gymnastikmatte und bequemer Kleidung. Es ist somit ein günstiger Schritt Richtung mehr Beweglichkeit und einem kräftigeren Körper.

Darauf sollten Sie zum Einstieg achten:

  • Bitte nehmen Sie sich zum Anfang einen Pilateslehrer.
  • Achten Sie auf die richtige Ausführung.
  • Die Atmung ist wichtig.
  • Steigern Sie die Umfänge langsam.
  • Nehmen Sie sich Zeit – Entspannung ist garantiert!

 

 

Ralf Kerkeling (46) ist freiberuflicher Sport-Journalist und Buchautor. Während einer mehrjährigen Tätigkeit beim TV entdeckte er das Schreiben für sich und wechselte schließlich die berufliche Richtung. Er schreibt für diverse Sportmagazine. Mit den Büchern „Running Wild“ und „Passion Laufen“ konnte er sich als Autor erfolgreich ausprobieren.

 

1 Kommentar

Matthias Hesse gepostet am Mittwoch, 13. Februar 2019:

Toll geschrieben. Hat mich zur richtigen Zeit erreicht, um einfach zu entspannen und gleichzeitig die Firness zu verbessern. Bisher bin ich Wzu Yoga wegen des Umfangs nicht gekommen.
Pilates ist da sicher ein leichterer Einstieg... :-)

Antworten

Kommentar schreiben

Ihr Kommentar ist für die anderen erst nach Freigabe sichtbar

Gesundheit im Blick / 27.06.2019

Die gute, alte Gartenarbeit erlebt wieder ein Revival. Egal ob in der Stadt oder auf dem Land – selber buddeln, pflanzen und säen ist wieder angesagt. Eine Entwicklung, die durchaus positiv zu bewerten ist, nicht zuletzt durch den Fakt, dass beim Gärtnern nicht nur frisches Grün, sondern auch eine gehörige Portion Wohlbefinden geerntet werden kann.

Gesundheitsmeldung / 12.06.2019

150 Minuten moderates Training pro Woche werden empfohlen, um die eigene Gesundheit zu fördern. Dafür bleibt vielen Berufstätigen nur der späte Abend. Mindert das späte Training die Schlafqualität? Offenbar nicht: Moderates Training fördert nicht nur den allgemeinen Gesundheitszustand, sondern auch…