Kommentare Suche Plus Facebook Facebook Youtube Instagram Youtube Instagram Schließen
Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden. Darüber hinaus setzten wir weitere Verfahren ein, um auf pseudonymisierter Basis Nutzeraktivitäten analysieren zu können. Einzelheiten hierzu und zu den Möglichkeiten eine solche Nutzung einzuschränken, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Titelbild des Orthomol Blogs

Jack Sim, Selfmade-Man aus Singapur, kämpft seit 2001 für das Menschenrecht auf saubere Klos. Wer jetzt an eine Zugtoilette nach dem Bundesligaspiel oder ein Dixiklo beim Rockfestival denkt, mag die Idee sympathisch finden. In Wahrheit geht es aber um viel größere Probleme: 2,6 Milliarden Menschen (das sind 42 Prozent der Weltbevölkerung) haben keinen Zugang zu einigermaßen hygienischen Toiletten und müssen ihr Geschäft im Freien verrichten. Fehlende Sanitärhygiene kostet 1,5 Millionen Menschenleben jährlich. Die meisten davon sind Kinder, die sich mit Fäkalkeimen anstecken.

Die WTO will mit ihren Aktionen auf die Missstände aufmerksam machen. Das gelingt ihr ziemlich gut: Internationale Hilfsorganisationen wie die UNO oder das Rote Kreuz sind bereits im Boot. Jack Sim will ein Netzwerk weben – aus Leuten, die Einfluss haben oder Geld, und solchen, die sich kümmern wollen. Außerdem entwickelt seine Organisation nachhaltige Sanitärlösungen. „Hygienische Toiletten sind die billigsten Gesundheitsvorsorge überhaupt“, glaubt Sim.

Vom klassischen WC hält der Experte allerdings wenig: „Die Welt hält dieses Klo nicht aus“, sagte er beim Welttoilettentag 2008 und meinte damit die 44 Liter sauberes Trinkwasser, die beispielsweise deutsche Haushalte täglich durch die Schüssel spülen. Neue Lösungen seien gefragt, damit auch die Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern ein sauberes „stilles Örtchen“ nutzen könnten. Wer mag, kann darüber am heutigen Welttoilettentag im Rahmen der „Big Squat“, der „großen Hocke“, nachdenken. Das ist eine Gedenkminute für die Toilettenlosen der Welt – in hockender Haltung. Der Rest freut sich heute bewusst über sein wenig beachtetes Privileg eines hygienischen Klosetts.

0 Kommentar

Kommentar schreiben

Ihr Kommentar ist für die anderen erst nach Freigabe sichtbar