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Titelbild des Orthomol Blogs

Schlaf ist wichtig für den gesamten Körper – und besonders für das Gedächtnis. Im Schlaf werden relevante Inhalte „einsortiert“ und abgelegt. Andere Erlebnisse und Erfahrungen werden „gelöscht“. Das Vergessen ist ein aktiv gesteuerter Prozess. Forscher versuchen mehr darüber herauszufinden, wie Erinnerungen gelöscht werden – auch, um unser Gedächtnis besser zu verstehen.

Japanische Forscher haben kürzlich spezielle Gehirnzellen identifiziert, die das Abspeichern von Gedächtnisinhalten aktiv hemmen. Dazu produzieren sie vermutlich Botenstoffe, die die Ablage unwichtiger Erinnerungen verhindern. In Tierversuchen an Mäusen konnten die Wissenschaftler zeigen, dass diese Zellen im sogenannten REM-Schlaf besonders aktiv sind. Diese Schlafphase wird auch als „Traumschlaf“ bezeichnet.

Träume werden kaum gespeichert

Wir träumen also, während unser Gehirn gerade „ausmistet“. Das könnte der Grund dafür sein, dass wir uns Träume nur äußerst selten merken können. Offen ist noch, welche Botenstoffe die Übertragung der neuen Informationen in den Hippocampus (einen Teil des Gehirns) verhindern – und wie sie das genau tun. Spannend bleiben die Auswahlkriterien für die Speicherung von Informationen. Schließlich sind wir uns mit unserem Gehirn nicht immer einig, was es wert ist, im Gedächtnis zu bleiben.

Photo by Q, Adobe Stock

Gesundheit im Blick / 09.09.2019

Jeder kennt das: Kaum wacht man auf, fühlt man sich wie gerädert und kommt nicht aus dem Bett. Müdigkeit und Unkonzentriertheit sind dann oft lästige Begleiter am „Tag danach“. Nur wer tief und gut schläft, fühlt sich den Anforderungen des Tages gewachsen und kann erholt starten.