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In der Schwangerschaft steht die werdende Mutter im Mittelpunkt. Aber welche Rolle(n) spielt der Vater des Babys in dieser Zeit? Und warum entwickeln viele Männer auch einen „Babybauch“?

Der Schwangerschaftstest zeigt „Positiv“: Für viele Paare beginnt in diesem Moment eine ganz neue, unbekannte Phase ihrer Beziehung. Der anwachsende Bauch gehört genau so dazu wie Stimmungsschwankungen und morgendliche Übelkeit – und das nicht nur bei den Frauen!

Der „Co-Schwangere“

Tatsächlich weist jeder fünfte Mann, dessen Partnerin schwanger ist, ebensolche Symptome auf. Dieses Phänomen ist bekannt unter dem Namen „Couvade-Syndrom“ (von französisch couver = ausbrüten).

Teilweise sei diese „Parallelschwangerschaft“ der Männer hormonell bedingt, mutmaßen Evolutionsbiologen. Mit der Veränderung des Hormonhaushalts beim Mann werde väterliche Fürsorge in Gang gesetzt.

Sozialpsychologen vermuten den Grund für den wachsenden Bauch beim werdenden Vater eher darin, dass dieser sich vernachlässigt fühlt, während die schwangere Frau viel Aufmerksamkeit erhält. Der Bauch wachse quasi aus Neid.

Dass du als Mann einen „Babybauch“ entwickelst, ist ja nicht unbedingt erwünscht. Beim Verzicht auf Alkohol und vor allem auf Zigaretten solltest du aus Rücksicht auf deine Partnerin und auf euer ungeborenes Kind aber unbedingt mitziehen.

Begleiter im „Hechelkurs“

Neben den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen gehört der Geburtsvorbereitungskurs praktisch zum Pflichtprogramm zumindest in der ersten Schwangerschaft einer Frau. Und – sagen wir es, wie es ist – der Partner muss mit. Und er wird das eine oder andere Bundesligaspiel oder Feierabendbier mit seinen Kumpels deswegen verpassen.

Die despektierliche Bezeichnung „Hechelkurs“ vermittelt zum Glück ein falsches Bild dessen, was die werdenden Eltern im Geburtsvorbereitungskurs erwartet. Es geht nicht allein um das richtige Atmen während der Geburt, und der Mann muss schon gar nicht „mithecheln“.

Vielmehr vermittelt die Kursleiterin (in der Regel eine Hebamme) allerlei Wissenswertes und Erstaunliches rund um die Schwangerschaft und die Geburt. Und die Fragen aus den Reihen der Teilnehmer beweisen wohltuend, dass man mit seinen Wissenslücken (und auch Sorgen) nicht allein ist. Es gilt, eine Menge hilfreicher Informationen aufzunehmen, und vier Ohren hören nun mal mehr als zwei.

Manager im Hintergrund

Von den Partnerübungen zur Entspannung profitiert natürlich vor allem die Frau. Aber sie ist ja auch diejenige, die mehrere Monate einen schweren Bauch zu tragen und dann auch noch eine anstrengende Geburt zu meistern hat.

Wenn die körperlichen Einschränkungen der Frau größer werden, wirst du als Mann mehr und mehr zum „Manager“ der Schwangerschaft, der im Hintergrund dafür sorgt, dass alles funktioniert: Eine saubere Wohnung, ein voller Kühlschrank, immer ein offenes Ohr und viel Zuwendung unterstützen das Wohlbefinden der Mama in spe.

Das gelegentliche Stillen des Heißhungers deiner Partnerin (und deines eigenen) auf ungewöhnliche Speisen zu jeder Tages- und Nachtzeit gehört auch zum Job.

Zuschauer bei der Geburt

Zwar möchten die meisten Väter die Geburt ihres Kindes miterleben, und die Frau freut sich in der Regel, wenn ihr Partner dabei ist und sie unterstützt. Was beide allerdings im Geburtsvorbereitungskurs über das Verhalten während der Wehen oder das Pressen und Atmen bei der Geburt gelernt haben – seien wir ehrlich – das haben die meisten vergessen, wenn es soweit ist. Aber dafür gibt es ja professionelle Anleitung im Kreißsaal.

Die Rolle des Mannes reduziert sich – zumindest in der Endphase – meist auf die des Zuschauers. Häufig berichten Frauen, dass sie ihren Partner unter heftigen Wehen gar nicht mehr wahrgenommen haben. Falls sich der Kindsvater also tatsächlich an Tipps oder Übungen aus dem Geburtsvorbereitungskurs erinnert, wird er sie nicht unbedingt zur Anwendung bringen können.

Übertriebener Eifer ist auch gar nicht angebracht. Manch „guter Ratschlag“ bringt die Frau vielleicht eher auf die Palme, als dass er hilft. Auch wenn du dir als Mann ein wenig unnütz vorkommst – sei da, aber dränge dich nicht auf.

Nach der Geburt wird dem Vater gerne der symbolträchtige Akt des Nabelschnurdurchschneidens überlassen. Kann man machen. Muss man aber nicht.

Endlich Vater

Viel Wichtiger ist, den Start als kleine Familie gemeinsam zu meistern, sobald das Kind da ist. Dabei unterstützt euch eine Hebamme, aber auch euer elterlicher Instinkt ist oft ein guter Ratgeber. Und sei nicht enttäuscht, wenn sich euer Baby mal nur von seiner Mama trösten lässt. Die Bindung zwischen Mutter und Kind ist zu Beginn besonders tief. Früher oder später wird euer Baby auch auf deinem Arm selig einschlafen.

Nun ist auch der Zeitpunkt, den Babybauch wieder loszuwerden. Während die junge Mutter diesen in kurzer Zeit automatisch verliert, bleibt er beim Mann manchmal hartnäckig erhalten. Somit empfiehlt sich bei betroffenen Vätern nach der Schwangerschaft ein geeignetes Bewegungs- und Ernährungsprogramm, quasi zur „Rückbildung“.

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