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Titelbild des Orthomol Blogs

In der ernährungsmedizinischen Forschung werden ständig und stetig neue Erkenntnisse z. B. zu Nahrungsmittelinhaltsstoffen und zahlreichen Anwendungsgebieten veröffentlicht. Literaturdatenbanken wie PubMed liefern aktuelle Forschungsergebnisse, meist in englischer Sprache. Meine Kolleginnen aus der Medizin-Abteilung behalten genau solche Studien im Blick – und manchmal begegnen ihnen kuriose Dinge, die auch gestandene Wissenschaftlerinnen noch überraschen können.

Keine Katzen

Kennen Sie z. B. „Schnurri-2“? Das ist nicht, wie man vielleicht vermuten kann, das zweite Haustier eines Katzenfreundes. Hinter diesem niedlichen Namen verbirgt sich ein Protein mit vielfältigen Aufgaben im Gehirn. So ist es z. B. am Zellwachstum, der Signalübertragung und an der Entwicklung der weißen Blutkörperchen, der Lymphozyten, beteiligt.

Geschmack?

Neben „Schnurri-2“ unterhielt auch „FLVR“ meine Medizin-Kollegin. Ausgesprochen wird es wie „flavour“, das englische Wort für Geschmack. Was ist „FLVR“? Die Antwort der Expertin: „Wir sollten lieber fragen: Was sind ‚FLVR‘? Denn damit werden vier Bakteriengattungen abgekürzt: Faecaliabacterium, Lachnospira, Veillonella und Rothia. Kurz: FLVR.“ Soweit, so gut erklärt. Und was genau ist das? Mit diesen Begriffen beschreiben Fachleute vier verschiedene Darmbakterien. Eine Studie der University of British Columbia in Vancouver, Kanada, beschäftigt sich mit ihrer Rolle bei Allergien und Asthma von Kindern.

Schwarzarbeiter …

… gibt es auch in unserem Körper. Glauben Sie nicht? Stimmt aber! Ein Forscherteam der Justus Liebig Universität Gießen beispielsweise hat den neuen „Nebenjob“ des ribosomalen Proteins S19 (RPS19) entdeckt. Keine Sorge, ich gehe dazu nicht ins Detail. Aber solch einen „Nebenjob“ bezeichnet die Wissenschaft tatsächlich als „Schwarzarbeit“ von Proteinen – auf Englisch nennt man sie „moonlighting proteins“. Das heißt, dass einige Proteine neben ihrer Hauptaufgabe im Körper weitere Sekundärtätigkeiten übernehmen. Das besagte RPS19 hat übrigens einen neuen Nebenjob als sogenannter „MIF-Bremser“ und spielt damit eine Rolle als Entzündungshemmer, wie das Team der Uni Leipzig herausfand.

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In Action / 08.02.2019

„Superfoods“ sind derzeit buchstäblich in aller Munde. Gemeint sind Nahrungsmittel, die mit besonders vielen gesunden Nährstoffen glänzen. Im Auftrag der amerikanischen Gesundheitsbehörde wurde jetzt eine Hitliste mit besonders (mikro-)nährstoffreichen Gemüse- und Obstsorten veröffentlicht. Sie hält einige Überraschungen bereit!