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Titelbild des Orthomol Blogs

Alle Jahre wieder werden am letzten Sonntag im Oktober die Uhren in der Nacht von drei auf zwei zurückgestellt. Zwar gewinnt der Tag eine Stunde dazu, allerdings wird es abends auch früher dunkel. Mit der Umstellung auf die Sommerzeit Ende März wird uns diese „geschenkte“ Stunde dann aber wieder abgezogen – was häufig an uns nicht geräuschlos vorbeigeht. Vielen Menschen macht das Hin-und-Her mit der Zeitumstellung zu schaffen. Sie erfahren eine Art Mini-Jetlag.

Widerstand gegen die Zeitumstellung steigt

Die Sommerzeit wurde in Deutschland im Jahr 1980 infolge einer Ölkrise eingeführt. Ziel war es damals, Energie zu sparen. Der tatsächliche Nutzen in dieser Hinsicht ist allerdings mehr als umstritten. Seitdem beginnt jeweils am letzten Sonntag im März die Sommerzeit. Ende Oktober werden dann die Uhren wieder auf die Winter- bzw. Normalzeit zurückgedreht.

In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Gegner der Zeitumstellung stetig gewachsen. Laut einer Umfrage der DAK-Gesundheit vom März 2019 liegt der Anteil der Befürworter bei nur noch 18 Prozent. Mehr als drei Viertel der Befragten sind der Meinung, die Zeitumstellung sollte lieber heute als morgen abgeschafft werden. Ferner gab ein Viertel der Befragten an, schon einmal Probleme im Zuge der Zeitumstellung gehabt zu haben. Dabei fühlten sich die meisten von ihnen (71 Prozent) schlapp und müde. Rund 63 Prozent haben Schwierigkeiten beim Einschlafen, und mehr als ein Drittel kann sich schlechter konzentrieren.

Herausforderungen für die innere Uhr

Während wir im Frühjahr durch die Zeitumstellung praktisch eine Stunde Schlaf verlieren, schlägt unsere innere Uhr eine Weile weiter nach ihrem alten Takt. Unsere Alltagsverpflichtungen nehmen darauf aber keine Rücksicht. Wir müssen eine Stunde früher aufstehen, zur Arbeit fahren, essen, am Abend zu Bett gehen und einschlafen.

Im Herbst bekommen wir die „geklaute“ Stunde dann wieder zurück. Da die innere Uhr des Menschen etwas langsamer geht als der 24-Stunden-Tag, kommen wir mit dieser Zeitumstellung jedoch etwas besser klar und es fällt uns leichter einzuschlafen. Durch die veränderten Lichtverhältnisse wird es in der Folge abends früher dunkel. Dadurch steigt auch der Spiegel des Schlafhormons Melatonin früher. Die Folge: Wir wollen ins Bett.

Melatonin spielt auch eine wesentliche Rolle für einen guten Schlaf. „Das ist ein Botenstoff, der dem Körper mitteilt, dass es Zeit wird, ins Bett zu gehen. Er stellt sozusagen die innere Uhr auf Dunkelheit und Nachtruhe. Melatonin wiederum bildet sich aus der Aminosäure L-Tryptophan, die somit ebenfalls relevant für den Schlaf ist“, erklärt Dr. Michael Feld, Schlafmediziner aus Köln.

Hickhack für den Organismus

An unserem Organismus geht das ganze Hickhack mit dem Stunden Geschiebe nicht immer spurlos vorbei. Er erfährt eine Art Mini-Jetlag. Es kann ein paar Tage dauern, bis unsere innere Uhr ihren Bio-Rhythmus an den neuen, von außen aufgezwungenen Hell-Dunkel-Rhythmus anpasst. Die meisten Menschen haben sich nach zwei Tagen auf die neue Zeit eingestellt. Bei älteren Menschen, Kindern oder Menschen mit Schlafstörungen kann sich der Zeitumstellungsprozess aber auch bis zu zehn Tagen hinziehen.

Besonders nach der Umstellung auf die Winterzeit kann vor allem eines helfen: runter vom Sofa und nichts wie raus ins Freie. Tageslicht und Bewegung an der frischen Luft regen Stoffwechsel und Kreislauf an und können uns dabei helfen, länger wach zu bleiben, um am nächsten Morgen nicht aus dem Takt zu geraten. Bei Schlafstörungen hingegen ist ein regelmäßiger Schlafrhythmus sehr wichtig. Betroffene sollten möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und wieder aufstehen.

Gesundheit im Blick / 09.09.2019

Jeder kennt das: Kaum wacht man auf, fühlt man sich wie gerädert und kommt nicht aus dem Bett. Müdigkeit und Unkonzentriertheit sind dann oft lästige Begleiter am „Tag danach“. Nur wer tief und gut schläft, fühlt sich den Anforderungen des Tages gewachsen und kann erholt starten.