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Die Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) der Vereinten Nationen fordert in einem ihrer Berichte: Mehr Insekten auf die Teller! Heuschrecken, Maden und Käfer seien gute und ressourcenschonende Proteinquellen, schreiben die Ernährungswissenschaftler. In einer Welt, in der immer mehr Menschen satt werden sollen, und in der die steigende Fleischproduktion das Klima belastet, komme man an Insekten als Nahrungsmittel gar nicht vorbei. Während in vielen asiatischen und afrikanischen Ländern gegrillte Grillen und frittierte Raupen traditionell den Speiseplan bereichern, sehen die Experten für die westlichen Industriestaaten eine Ekel-Schranke, die es zu überwinden gelte – z. B. mit Verarbeitungsmethoden, bei denen Käfer und Co. am Ende nicht mehr als solche erkennbar sind.

Krabben- oder Kakerlaken-Cocktail?

Tatsächlich essen auch wir in Deutschland nahe Verwandte der Insekten mit großem Appetit  – vorausgesetzt, sie kommen aus dem Wasser: Krabben, Garnelen, Flusskrebse oder Hummer – sie alle sind Gliederfüßer, genau wie Heuschrecken, Ameisen und Mistkäfer. Doch während die einen auf keinem luxuriösen Buffet fehlen dürfen, gelten die anderen bestenfalls als exotische Mutprobe.

Saisonale Käferküche

In der Vergangenheit wurden Insekten in deutschen Küchen gejagt, aber nicht gegessen. Maikäfersuppe gehörte allerdings zu den wenigen in Europa verbreiteten Insektengerichten und wurde bis etwa 1950 auch in Deutschland verzehrt. Der Geschmack soll an Krebssuppe erinnern. Die Maikäfer wurden ohne Flügel und Beine in Butter angeröstet und in Kalbfleisch oder Hühnerbrühe gegart. Die abgeseihte Suppe wurde früher zum Beispiel mit Scheiben von Kalbsleber oder Taubenbrust und geröstetem Weißbrot serviert. Pro Person rechnete man etwa 30 Maikäfer. Meine persönliche Empfehlung: Die Maikäfer lieber zum Nachtisch reichen: aus Schokolade.

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